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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
Iran-Repression-500
20. Mai 2019

Universität Teheran: Studierende protestieren gegen den Kopftuchzwang

Paramilitärische Regime-Milizen gingen gewaltsam gegen die friedliche Kundgebung auf dem Gelände der Universität Teheran vor. Mehrere Demonstranten wurden angegriffen und verletzt.

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Am 13. Mai haben sich Hunderte Studierende der Universität Teheran auf dem Gelände der Hochschule zu einer Protestkundgebung versammelt. Sie protestierten lautstark gegen den Kopftuchzwang und verstärkte Patrouillen der Sittenpolizei in der Universität.

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Die Kontrollen der Einhaltung der islamischen Bekleidungsvorschriften für Frauen auf dem Hochschulgelände seien immer weiter verschärft worden, so die Demonstranten. Die Stationierung der Sittenpolizei auf dem Universitätsgelände sei ein Eingriff in die Privatsphäre der Studentinnen.

In einer Erklärung verurteilten die Protestierenden die Bekleidungsvorschriften des Regimes als „direkte Verletzung der Menschenrechte“.  Auf den Plakaten stand u.a.: „Die freie Wahl der Bekleidung ist ein Grundrecht“.

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Die Demonstranten forderten auch die Freilassung inhaftierter Studenten und Frauenrechterinnen wie der Journalistin Marzieh Amiri, die seit dem 1. Mai inhaftiert ist.

Im Internet wurden Videos veröffentlicht, die zeigen, dass Regime-Milizen gewaltsam gegen die friedliche Kundgebung vorgingen. Mehrere Demonstranten wurden angegriffen und verletzt. Die paramilitärischen Regime-Milizen werden meist in Zivilkleidung gegen protestierende Bürger eingesetzt.

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Gewaltsam durchgesetzter Schleierzwang

Im Iran ist gesetzlich vorgeschrieben, dass alle Frauen und Mädchen ab neun Jahren in der Öffentlichkeit ein Kopftuch sowie lange, weite Kleidung tragen müssen, um Haare und Körperkonturen zu verbergen. Aufgrund dieses Zwanges stehen Millionen Frauen täglich im Visier der sog. „Sittenpolizei“ und sind Schikanen, Gewalt und Inhaftierungen ausgesetzt.

Nach dem Völkerrecht verstößt der Schleierzwang gegen grundlegende Menschenrechte, u.a. gegen die Rechte auf freie Meinungsäußerung, Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit sowie auf Privatsphäre von Frauen und Mädchen.

Unter dem Teheraner Regime wird der Zwang zur Bedeckung des Haares von Frauen und Mädchen auf gewaltsame und demütigende Weise mit Festnahmen und Bestrafungen durchgesetzt. Dies verletzt die Würde von Frauen und Mädchen und stellt eine Form von grausamer und erniedrigender Behandlung dar, die nach dem Völkerrecht grundsätzlich verboten ist und der Folter gleichkommt.

Trotz Repressalien kämpfen iranische Frauenrechtlerinnen seit Jahren für eine freie Kleiderwahl für Frauen. Im Jahre 2018 wurden in Teheran mehrere Dutzend Frauen festgenommen, die öffentlich gegen den Kopftuchzwang protestiert hatten.

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