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Teheran - Ein iranisches Gericht hat erneut eine Frauenrechtlerin wegen der Teilnahme an Demonstrationen verurteilt. Roya Tolui wurde nach Angaben ihrer Anwältin zu sechs Jahren Haft verurteilt, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch berichtete.
Tolui habe sich 2005 zweimal an friedlichen Demonstrationen in der nordwestlichen Stadt Sanandadsch beteiligt, sagte ihre Rechtanwältin Nasrin Sotudeh der Nachrichtenagentur ISNA. Das Gericht der Stadt habe mit dem Urteil »propagandistische Aktivitäten gegen das System« geahndet.
Organisationen wie Human Rights Watch hatten vom Iran erst jüngst verlangt, die Strafverfolgung von Menschenrechtsaktivisten einzustellen. Anlaß war die Verurteilung von sechs Frauen, die in Teheran gegen rechtliche Benachteiligung wegen des Geschlechts auf die Straße gegangen waren.
aus der Zeitung Junge Welt
In einer Resolution wird "tiefe Besorgnis” über die systematischen Menschenrechtsverletzungen im Iran zum Ausdruck gebracht, darunter über Folter, Prügelstrafen, Zwangsamputationen, Steinigungen und öffentliche Hinrichtungen.
Die UN-Vollversammlung hat sich heute in einer mit deutlicher Mehrheit verabschiedeten Resolution für einen weltweiten Stopp der Todesstrafe ausgesprochen.
Die Menschenrechts-Organisation Reporter ohne Grenzen (RoG) hat am Dienstag die Behörden Irans kritisiert, die eine massive Offensive gegen Internetcafés gestartet haben sollen.