Menschenrechtsverein


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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
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13. Dezember 2006

Konferenz von Holocaust-Leugnern in Teheran

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Führendes Mitglied des rassistischen Kuk Klux Klan unter den Teilnehmern

Selten hat Teheran so harte Kritik von einem offiziellen Vertreter einer iranischen Minderheit gehört wie anlässlich der Holocaust-Konferenz. Der einzige jüdische Abgeordnete im iranischen Parlament, Maurice Motamed, nannte die Konferenz »eine Beleidigung« für die Juden in Iran und weltweit. Nazi-Sympathisanten einzuladen und ein bitteres Kapitel der Geschichte in Frage zu stellen, sei einfach inakzeptabel, sagte Maurice Motamed.
Von einem Regime, das erst vor wenigen Monaten eine Karikaturenausstellung zum Thema Holocaust veranstaltet hat, war ohnehin nicht zu erwarten, dass es die Ungeheuerlichkeit einer solchen Frage versteht. Entsprechend waren denn auch die Gäste, die zu der regierungsfinanzierten Konferenz mit dem Titel »Überprüfung des Holocausts: Globale Vision« kamen.

Unter den 67 Teilnehmern aus 30 Staaten waren die bekannten Holocaust-Leugner stark vertreten. Da war der ehemalige Abgeordnete des USA-Staats Louisiana David Duke, der auch als führendes Mitglied des rassistischen Kuk Klux Klan bekannt ist. Duke lag auf der Linie der Gastgeber.

Der Franzose George Thiel, in Frankreich bereits wegen Leugnung des Holocausts vorbestraft, bezeichnete den Holocaust als eine »enorme Lüge«. An der Konferenz nahmen auch mehrere Juden aus Europa und den USA teil, darunter orthodoxe Rabbiner, die den Staat Israel ablehnen.

Die Konferenz ist eine Fortsetzung der vom iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad eingeleiteten Kampagne, die durch die Leugnung des Holocausts die moralische Integrität des Westens ebenso wie das Existenzrecht Israels in Frage stellen soll.

Ahmadinedschad hatte den Holocaust zum »Märchen« erklärt. In seinen Augen ist Israel ein »Tumor« und sollte von der Landkarte entfernt werden. Als Alternative empfahl der iranische Präsident eine Verlegung Israels nach Europa oder Alaska.


aus der Tageszeitung Neues Deutschland



13. Dezember 2006

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