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Die «Holocaust-Konferenz» in Teheran ist in Deutschland und Israel auf scharfe Kritik gestoßen.
«Ich verurteile nachdrücklich jeden Versuch, unter dem Vorwand wissenschaftlicher Freiheit und Objektivität antisemitischer Propaganda ein öffentliches Forum zu geben», schrieb Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) an den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad. Lammert bezweifelte, ob es den Veranstaltern um eine objektive Auseinandersetzung mit den Ereignissen während des Zweiten Weltkriegs gehe. Ziel der Konferenz sei es vielmehr, «antijüdische Ressentiments zu verstärken», so der Parlamentspräsident.
In der vergangenen Woche hatte bereits die Bundesregierung die Konferenz scharf kritisiert und den Geschäftsträger der iranischen Botschaft in Berlin ins Außenministerium einbestellt.
Die Stellungnahmen Ahmadinedschads, der mehrfach Zweifel am Holocaust geäußert hatte, stünden in klarem Widerspruch zu den historischen Fakten, hieß es in einer Stellungnahme der israelischen Regierung. «Indem er den Holocaust - die bislang extremste Form des Völkermords - leugnet oder in Frage stellt, untergräbt er den Grundsatz universeller Menschenrechte, die von der internationalen Gemeinschaft nach und wegen der Schoah entwickelt wurden», erklärte die Regierung in Jerusalem.
nach einer Meldung der Nachrichtenagentur DPA
Der Auftritt des in Deutschland geborenen Australiers Gerald Fredrick Töben machte den wahren Geist der Zusammenkunft in Teheran deutlich: Töben brachte ein Modell des Vernichtungslagers Treblinka mit und lobte Ahmadinejads Stellungnahmen zum Holocaust.
Führendes Mitglied des rassistischen Kuk Klux Klan unter den Teilnehmern
Die Holocaust-Konferenz der iranischen Regierung ist auch an ihrem zweiten und letzten Tag international scharf verurteilt worden.