Menschenrechtsverein


Sprungmarken

Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
37
08. März 2006

Iran - Frauen demonstrieren für ihre Rechte

Die Frauen setzten ihre Proteste trotz massiven Einsatzes von Regime-Truppen fort

Am 8. März 2006 versammelten sich in Teheran mehrere Hundert Frauen auf verschiedenen Plätzen, insbesondere im Park der Universität und im Lale-Park, um des Internationalen Frauentages zu gedenken und gegen die Unterdrückung der Frauen im Iran zu protestieren. Mit Spruchbändern und Plakaten wandten sie sich gegen die rechtliche und soziale Diskriminierung der Frauen und skandierten: "Nieder mit der Diktatur, lang lebe die Freiheit."

Die demonstrierenden Frauen wurden von Truppen des Regimes umstellt und unter Drohungen aufgefordert, die Kundgebungen zu beenden. Unterstützt von zahlreichen Passanten und Anwohnern beharrten die Frauen jedoch auf ihrem Demonstrationsrecht, woraufhin die Truppen begannen, mit Tränengas gegen die Menschenmenge vorzugehen. Nach Augenzeugenberichten wurden die Gebiete um die Teheraner Universität und den Lale-Park zum Sperrgebiet erklärt, während die Demonstranten dort ausharrten und Protestlieder gegen das Regime sangen. Die Truppen gingen mit Schlagstöcken gegen die demonstrierenden Frauen vor und lösten die Kundgebungen schließlich unter massiver Gewaltanwendung auf. Viele Frauen trugen Verletzungen davon, mehrere wurden festgenommen. Ein Film über das brutale Vorgehen der Einsatzkräfte konnte aus dem Land gebracht werden und wurde von iranischen Exil-Fernsehsendern gezeigt.

In der westiranischen Stadt Sanandaj fand anlässlich des Frauentages ebenfalls eine Kundgebung statt. Die Frauen versammelten sich zu einer großen Protestaktion im Zentrum der Stadt und forderten Freiheit und ein Ende der Diskriminierung der Frauen. "Stoppt die Hinrichtungen und Steinigungen", skandierten die Frauen.

nach Agenturmeldungen

Zur Fotodokumentation

­­


13. Dezember 2006

Österreichs Rechtsextremisten auf der Holocaust-Konferenz zahlreich vertreten

Der Auftritt des in Deutschland geborenen Australiers Gerald Fredrick Töben machte den wahren Geist der Zusammenkunft in Teheran deutlich: Töben brachte ein Modell des Vernichtungslagers Treblinka mit und lobte Ahmadinejads Stellungnahmen zum Holocaust.

13. Dezember 2006

Konferenz von Holocaust-Leugnern in Teheran

Führendes Mitglied des rassistischen Kuk Klux Klan unter den Teilnehmern

12. Dezember 2006

"Affront gegen die Opfer des Holocausts"

Die Holocaust-Konferenz der iranischen Regierung ist auch an ihrem zweiten und letzten Tag international scharf verurteilt worden.


Weitere Meldungen ..

Sprungmarken