Menschenrechtsverein


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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
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02. März 2006

Zwei Angehörige der arabischen Minderheit öffentlich gehängt- Neun weitere Männer in unmittelbarer Gefahr, hingerichtet zu werden

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In der südwestiranischen Provinzhauptstadt Ahwaz wurden am Morgen des 2. März zwei Männer öffentlich hingerichtet, die der arabischen Minderheit im Iran angehören und nach den Unruhen und Bombenexplosionen vom Oktober 2005 in der Stadt festgenommen worden waren. Mehdi Nawaseri und Ali Awdeh Afrawi hatten am Abend vor der Hinrichtung im staatlichen Fernsehen "Geständnisse” abgelegt. Es ist eine übliche Praxis des iranischen Geheimdienstes, politische Dissidenten zu öffentlichen "Geständnissen" zu zwingen.

Neun weitere Männer, die alle der arabischen Minderheit angehören, sind im gleichen Zusammenhang zum Tode verurteilt worden, und es steht zu befürchten, dass sie in unmittelbarer Gefahr sind, hingerichtet zu werden. Auch sie wurden zu „Geständnissen“ im staatlichen Fernsehen gezwungen. Dabei handelt es sich u.a. um Dr. Awdeh Afrawi (der Vater von Ali Awdeh Afrawi); Aliredha Salman Delfi; Ali Manbouhi; Jaafar Sawari; Ali Helfi, Nazem Bureihi, und Risan Sawari.

Ali Manbouhi, Ali Helfi und Nazem Bureihi sollen sich bereits seit 2000 in Haft befinden, als sie wegen „Rebellion“ in Haft genommen und zu je 35 Jahren Gefängnis verurteilt wurden. Sie befanden sich dennoch unter den im Fernsehen gezeigten Männern. Dr. Awdeh Afrawi arbeitet als Psychologe am Shahid-Chamran-Krankenhaus von Ahwaz. Er wurde kurz nach den Bombenattentaten vom Oktober 2005 zusammen mit seinem Sohn festgenommen.

Nach Ansicht von Dissidenten wurden die Bombenanschläge vom iranischen Geheimdienst selbst ausgeführt, um einen Vorwand für die Diskreditierung und Verfolgung von oppositionellen Gruppen und aktiven Angehörigen der arabischen Minderheit zu haben.

 

nach Medienberichten

 



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