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Protest gegen die Hinrichtung von Minderjährigen
Am 15. Oktober 2009 kamen in einer Teheraner Moschee Menschen zu einer Trauerfeier für den 21jährigen Behnud Shojai zusammen, der am 11. Oktober hingerichtet worden war. Dies war eine von mehreren Kundgebungen im Gedenken an den jungen Mann, der mit 17 Jahren zum Tode verurteilt worden war, und aus Protest gegen die Hinrichtung von Minderjährigen. Die Teilnehmer trugen Plakate und Handzettel mit den Aufschriften: „Der Iran hält den Weltrekord bei der Hinrichtung von Kindern!“ und „Stoppt die Hinrichtung von Kindern!“

Die Hinrichtung von Behnud Shojai hatte im Iran und international Trauer und Bestürzung hervorgerufen. Das Teheraner Regime hat sich mit der Vollstreckung des Todesurteils erneut über die Proteste von Menschenrechtlern im Iran und weltweit hinweggesetzt.

In der Nacht vor der Hinrichtung hatten sich mehrere Hundert iranische Menschenrechtsverteidiger, darunter auch Mütter anderer Opfer des Regimes, vor dem Teheraner Evin-Gefängnis versammelt, in der Hoffnung, die Hinrichtung noch verhindern zu können.

Internationale Menschenrechtsorganisationen und die EU, die sich mehrmals für die Verschonung von Behnud Shojai eingesetzt hatten, verurteilten die Hinrichtung mit aller Schärfe.

Darunter war auch die Hohe Menschenrechtskommissarin der UNO, Navi Pillay. Sie rief den Iran auf, seinen völkerrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen. Der Iran ist Mitgliedsstaat des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte und des Übereinkommens über die Rechte des Kindes, die beide die Hinrichtung von Minderjährigen oder von Straftätern, die zum Tatzeitpunkt noch minderjährig waren, unmissverständlich untersagen. Navi Pillay forderte Änderungen des iranischen Strafrechts, damit den „Hinrichtungen von minderjährigen Straftätern ein für allemal ein Ende gesetzt wird“.
