Suchen
Mahmoud Salehi, einer der bekanntesten Gewerkschaftsführer im Iran, wurde am 6. April 2008 aus dem Zentralgefängnis der iranisch-kurdischen Stadt Sanandaj freigelassen.
Mahmoud Salehi hatte seit Anfang April 2007 wegen seiner gewerkschaftlichen Arbeit eine einjährige Haftstrafe verbüßt, das Teheraner Regime warf ihm „Gefährdung der nationalen Sicherheit“ vor. In den Jahren davor war der kurdische Gewerkschafter schon mehrmals wegen seiner Gewerkschaftsarbeit inhaftiert gewesen.
Während der Haftzeit verschlimmerten sich die gesundheitlichen Probleme Mahmoud Salehis. Er hat nur eine Niere, und die Funktion der anderen Niere ist gestört. Im Gefängnis wurde ihm die angemessene Behandlung verweigert, so dass er während der Haft mehrere Notbehandlungen über sich ergehen lassen musste. Weltweit haben sich Menschenrechtsorganisationen und Gewerkschaften für seine Freilassung eingesetzt.
Die gegen Mahmoud Salehi verhängte Haftstrafe war bereits am 23. März abgelaufen. Trotzdem weigerten sich die iranischen Behörden, ihn aus dem Gefängnis zu entlassen. Am 17. März 2008 - sechs Tage vor Ablauf der Haftstrafe - wurde Mahmoud Salehi erneut einem Richter vorgeführt. Ihm wurde vorgeworfen, dass er mit Menschen außerhalb des Gefängnisses kommuniziert habe, um zu Solidarität mit den politischen Gefangenen zu motivieren. Aus Protest gegen die Verweigerung seiner Freilassung trat Mahmoud Salehi am 17. März 2008 in einen Hungerstreik.
Danach gab es erneut zahlreiche internationale Proteste gegen die fortgesetzte Inhaftierung des Gewerkschafters, und auch vor dem Gefängnis der Stadt Sanandaj versammelten sich mehrmals Arbeiter und Gewerkschafter aus verschiedenen iranischen Städten, um für die Freilassung Mahmoud Salehis zu protestieren.
Nicht zuletzt als Folge dieses öffentlichen Drucks wurde der Gewerkschafter am 6. April schließlich aus der Haft entlassen. Er hat sich in einer Stellungnahme zuallererst bei all denen bedankt, die an der internationalen Kampagne mitgewirkt haben.