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Die Todesurteile gegen die beiden jungen Männer wurden aufgehoben.
Begnadigt: Saeed Jazee (21)
Saeed Jazee, der Bildhauer werden möchte, ist nach vier Jahren in der Todeszelle nun wieder in Freiheit.
Saeed Jazee war mit 17 Jahren zum Tode verurteilt worden, weil er an einer Auseinandersetzung mit anderen Jugendlichen beteiligt war, wobei einer der jungen Leute unabsichtlich getötet wurde.
Er verbrachte vier Jahre lang im Gefängnis von Karaj bei Teheran in der Todeszelle. Der Hinrichtungstermin war zunächst auf den 25. Juni 2008 festgelegt und dann nach zahlreichen internationalen Protesten verschoben worden. Die Bemühungen von Menschenrechts-verfechtern weltweit und Anwälten im Iran haben dazu geführt, dass Saeed Jazee Ende Juli 2008 begnadigt und aus der Haft entlassen wurde. Für Saeed Jazee hatte sich u.a. das Europäische Parlament eingesetzt.
Saeed Jazee berichtete nach seiner Freilassung:
“In dem Trakt, wo wir Jugendlichen festgehalten wurden, gaben sie manchmal bekannt, dass sie einen von uns am nächsten Morgen hinrichten würden. Aber sie sagten nicht, wen. So zitterten alle, die die Todesstrafe erhalten hatten, die ganze Nacht lang vor Angst. Einer der Jugendlichen, der zwei Jahre lang in unserer Zelle gewesen war, wurde dann hingerichtet. Er war genauso alt wie ich. Am frühen Morgen holten sie ihn ab und sagten, er müsse erneut vor Gericht erscheinen. Aber sie sagten ihm nicht, dass das Todesurteil nun vollstreckt werden sollte. Sie legten ihm Hand- und Fußfesseln an und sperrten ihn vor der Hinrichtung in eine Einzelzelle … Er war noch so jung und kindlich, das er einem wirklich leid tun konnte. Aber sie legten ihm einfach die Schlinge um de Hals und stießen dann den Stuhl um, auf dem er stand ….“
Todesurteil aufgehoben: Ali Mahin-Torabi (21)
Das Todesurteil gegen Ali Mahin-Torabi wurde aufgehoben. Das Verfahren wird neu aufgerollt.
Ali Mahin-Torabi war mit 16 Jahren zum Tode verurteilt wurden. Ihm wurde zur Last gelegt, einen Mitschüler bei einem Streit tödlich verletzt zu haben. Obwohl die Umstände des Todes des Mitschülers nie völlig aufgeklärt wurden, wurde Ali Mahin-Torabi nach dem sog. „Vergeltungsgesetz” zum Tode verurteilt.
Intensive Bemühungen von Menschenrechtsverfechtern und Anwälten bewirkten, dass der Fall erneut untersucht und das Todesurteil nun aufgehoben wurde.
Da Ali Mahin-Torabi bereits fünf Jahre lang in Haft im Rejai-Shahr-Gefängnis in Karaj bei Teheran verbracht hat, wir seine baldige Freilassung erwartet.