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Internationaler Druck bewirkt erneut Hinrichtungsaufschub.
Nach einer weltweiten Menschenrechtskampagne wurde die Hinrichtung von Mohammed Fadai und Behnud Shojai, die ursprünglich im April bzw. Mai 2008 vollstreckt werden sollte, bisher dreimal verschoben.
Die Hohe Menschenrechtskommissarin der UNO und die EU hatten sich mehrmals für die jungen Männer eingesetzt. Im Iran und vielen anderen Ländern bemühen sich Menschenrechtler weiter um ihre Rettung.
Mohammed Fadai (21)


Behnud Shojai (20)
Datum: 22.07.2008
Die Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union ist zutiefst besorgt über die Ankündigung der bevorstehenden Hinrichtung von Mohammed Fadaei und Behnood Shojaee, die aufgrund von Straftaten, welche sie begangen haben sollen, als sie minderjährig waren, zur Todesstrafe verurteilt wurden. Sie bedauert, dass die iranischen Behörden die Anwendung der Todesstrafe trotz zweier Interventionen der Europäischen Union, die den Iran dazu auffordern, diese Urteile umzuwandeln, weiterhin vorsehen. Diese gerichtlichen Praktiken sind inakzeptabel.
Die Islamische Republik Iran verstößt mit diesen Todesurteilen unmittelbar gegen ihre internationalen Verpflichtungen, wie sie im Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte sowie im Übereinkommen über die Rechte des Kindes ausdrücklich festgeschrieben sind, die beide die Hinrichtung von Minderjährigen oder von Straftätern, die zum Tatzeitpunkt noch minderjährig waren, unmissverständlich untersagen.
Die Präsidentschaft der EU fordert den Iran auf, seine internationalen Verpflichtungen einzuhalten und sofort die notwendigen Maßnahmen zu treffen, um die Hinrichtung von Herrn Fadaei und Herrn Shojaee sowie aller anderen Minderjährigen, die zur Todesstrafe verurteilt sind, zu stoppen. Sie fordert die iranischen Behörden nachdrücklich dazu auf, andere Strafen für minderjährige Straftäter in Erwägung zu ziehen, wie Strafen mit einer vor allem erzieherischen Zielsetzung, um so die soziale Wiedereingliederung zu ermöglichen.