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Die Mutter von zwei Kindern wurde vor der Steinigung gerettet und ist nach drei Jahren Haft nun wieder in Freiheit.
Shamemeh Ghorbani (34), wurde Anfang August 2008 aus dem Gefängnis in Oroumiye im West-Iran entlassen, wo man sie seit 2005 festgehalten hatte. Ende Juli hob ein Gericht die Todesstrafe gegen sie auf.
Shamemeh Ghorbani war im Juni 2006 wegen Ehebruchs zum Tode durch Steinigung verurteilt worden. Ihre Brüder und ihr Mann hatten einen Mann getötet, den sie im Haus von Shamemeh Ghorbani vorgefunden hatten. Auch sie starb fast an den Messerstichen, die ihr die Männer dabei versetzten. Die Männer wurden wegen sog. „gerechtfertigter“ Tötung (zur sog. Rettung der Ehre der Familie) zu sechs Jahren Haft verurteilt.
Shamemeh Ghorbani hatte einen Ehebruch gestanden, um ihren Mann und ihre Brüder vor einem härteren Urteil zu schützen. Später sagte sie dazu: "Da ich vom Land komme, Analphabetin bin und das Gesetz damals nicht kannte, nahm ich an, dass ich meine Brüder und meinen Mann von dem Vorwurf des Mordes befreien könnte, wenn ich gestehen würde, mit dem Toten eine Beziehung gehabt zu haben. Ich sagte diese Unwahrheit im Gerichtssaal und begriff erst später, dass ich mir selbst Schaden zugefügt hatte."
Nach weltweiten Protesten gegen das Steinigungsurteil wurde der Fall neu verhandelt, und das Todesurteil wurde nun endgültig aufgehoben.
zur Kampagne gegen Steinigungen