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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
Menschenrechtsarbeit zeigt Wirkung, auch im Iran. Hinrichtungen wurden so verhindert, Todesurteile aufgehoben, Gefangene aus der Haft entlassen.

Ahmad Qasaban, Majid Tavakkoli und Ehsan Mansouri

Die drei Studenten der Teheraner Amir-Kabir-Universität wurden am 13. August 2008 vorzeitig aus der Haft entlassen.

Die Studentenbewegung im Iran und Menschenrechtler weltweit hatten sich seit ihrer Festnahme im Jahre 2007 für sie eingesetzt.

Qasaban-Tavakkoli-Mansouri

Ahmad Qasaban, Majid Tavakkoli und Ehsan Mansouri nach ihrer Freilassung

 

 

 

 

 

Ahmad Qasaban, Majid Tavakkoli und Ehsan Mansouri, Studenten der Teheraner Amir-Kabir-Universität, waren seit Mai 2007 im Teheraner Evin-Gefängnis in Haft gewesen. Ihnen wurden die „Beleidigung des Islam“ in Studentenpublikationen und „Handlungen gegen die nationale Sicherheit“ zur Last gelegt.

Sie wurden in Einzelhaft gehalten und gefoltert, damit sie Geständnisse ablegen. Gegenüber ihren Angehörigen haben die drei Studenten angegeben, gleichzeitig von sieben Verhörbeamten brutal mit Kabeln und Peitschen geschlagen worden zu sein. Die Verhöre dauerten oftmals bis zu 24 Stunden oder wurden mitten in der Nacht geführt. Man habe sie mit Fußtritten gegen Arme, Brust und Rücken sowie Fausthieben ins Gesicht und gegen den Kopf traktiert.

2-Qasaban-Tavakkoli-Mansour

Im Oktober 2007 wurde Majid Tavakkoli zu drei Jahren Haft verurteilt, Ahmad Qasaban und Ehsan Mansouri zu zweieinhalb bzw. zwei Jahren Freiheitsstrafe. Im Dezember 2007 wurde dieses Urteil wieder aufgehoben, die Studenten wurden jedoch nicht aus der Haft entlassen. Am 15. April 2008 bestätigteKampagne nun das zuständige Berufungsgericht die Haftstrafen vom Oktober 2007. Majid Tavakkoli wurde zu 30 Monaten Haft, Ahmad Qasaban zu 26 Monaten und Ehsan Mansouri zu 22 Monaten verurteilt.

Am 14. August 2008 teilte der Vater von Ehsan Mansouri der französischen Nachrichtenagentur AFP mit, die Freilassung sei zwar an Auflagen geknüpft, aber das Verfahren sei eingestellt worden, so dass sie unter diesen Anklagen nicht mehr vor Gericht gestellt würden. Er fügte hinzu, die Freigelassenen könnten nun weiter studieren.

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