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Reza Alinejad wurde begnadigt und am 3. Dezember 2008 aus der Haft entlassen.
Er war mit 17 Jahren festgenommen worden und seither im Adelabad-Gefängnis in der südwestiranischen Stadt Shiraz in Haft, davon über fünf Jahre lang in Todestrakt.
Reza Alinejad war nach dem fundamentalistischen Vergeltungsgesetz zum Tode verurteilt worden, weil er sich mit 17 Jahren zusammen mit einem Freund gegen einen tätlichen Angriff zweier anderer Jugendlicher zur Wehr setze, wobei einer der Angreifer zu Tode kam.
Nach Angaben von Augenzeugen hat er sich und seinen Freund nur vor den Angreifern schützen wollen, also in Notwehr gehandelt. Reza Alinejad und sein Freund mussten wegen ihrer Verletzungen nach dem Angriff ärztlich behandelt werden.
Trotz der Zeugenaussagen wurde Reza Alinejad im Herbst 2003 zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde 2004 vom Obersten Gerichtshof aufgehoben, der anerkannte, dass es sich um Notwehr handelte, und eine Neuverhandlung des Falles anordnete.
Bei der Neuverhandlung wurde das Todesurteil erneut verhängt. Seit seiner Verurteilung haben sich Menschenrechtler mit internationalen Kampagnen und Petitionen für Reza Alinejad eingesetzt.
Nach über fünf Jahren wurde durch die Bemühungen von Menschenrechtlern und Anwälten im Iran die Begnadigung von Reza Alinejad erreicht.