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Drei als Minderjährige zum Tode Verurteilte wurden vor der Hinrichtung bewahrt.
Durch internationale Proteste, politischen Druck und den Einsatz von Anwälten im Iran konnte die Hinrichtung von drei jungen Männern verhindert werden, die als Jugendliche zum Tode verurteilt worden waren.
Hossein Toranj ist gerettet
Der 22-jährige Hossein Toranj wurde Mitte Februar 2009 begnadigt und aus der Haft entlassen. Mit 17 Jahren wurde er in dem Ort Shahrakeh-Gharb in eine Prügelei unter Jugendlichen verwickelt, wobei einer der Jugendlichen zu Tode kam. Hossein Toranj wurde nach dem fundamentalistischen Vergeltungsgesetz zum Tode verurteilt und war fünf Jahre lang in der Todeszelle. Das Urteil wurde von der Obersten iranischen Justizbehörde aufgehoben, die befand, dass es sich um Notwehr handelte.
Rahim Ahmadis Hinrichtung ist vorläufig ausgesetzt
Der 19jährige Rahim Ahmadi sollte am 18. Februar 2009 hingerichtet werden. Nach einer Intervention der EU-Ratspräsidentschaft wurde die Vollstreckung des Urteils vorläufig ausgesetzt.
Rahim Ahmadi kam mit 15 Jahren nach einem Tötungsdelikt in Haft und wurde danach zum Tode verurteilt, obwohl er beteuert, sich gegen einen gewalttätigen Angriff gewehrt zu haben. Seither befindet er sich im Todestrakt des Adelabad-Gefängnisses im südiranischen Schiraz.
Nach einer Kampagne von Menschenrechtlern hat die tschechische Ratspräsidentschaft der EU dem iranischen Geschäftsträger am 17. Februar 2009 ihren Protest gegen die bevorstehende Hinrichtung von Rahim Ahmadi übermittelt und den Iran aufgefordert, die Hinrichtung von Häftlingen, die als Minderjährige zum Tode verurteilt wurden, zu stoppen.
Zwei Monate Aufschub für Amir Khaleghi
Der 18jährige Amir Khaleghi sollte am 22. Februar 2009 hingerichtet werden. Die Hinrichtung wurde nun für zwei Monate ausgesetzt.
Amir Khaleghi war 16 Jahre alt und unter dem Einfluss von Alkohol, als er in eine tätliche Auseinandersetzung mit anderen Jugendlichen geriet. Der Tod eines der Jugendlichen wurde ihm angelastet, obwohl er im alkoholisierten Zustand vermindert schuldfähig war. Er stellte sich der Polizei selbst und wurde anschließend zum Tode verurteilt.
Am 20. Februar 2009 hat das norwegische Außenministerium den iranischen Geschäftsträger einbestellt und gegen die Hinrichtung von Amir Khaleghi protestiert.