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Mai 2009 - Für die beiden minderjährig zum Tode Verurteilten wurde ein Hinrichtungsaufschub erreicht.
Mohammad-Reza Haddadi (20)mit 15 Jahren zum Tode verurteilt, im Adelabad-Gefängnis der südiranischen Stadt Shiraz in Haft
Die Hinrichtung von Mohammad-Reza Haddadi, die für den 27. Mai 2009 angesetzt worden war, wurde von der obersten iranischen Justizbehörde auf unbestimmte Zeit verschoben. Dies geschah nach Protesten von Menschenrechtlern im Iran und international. Der Oberste Gerichtshof des Iran, auf dessen Anordnung der Fall überprüft werden soll, wird mit der Überprüfung fortfahren.
Mohammad-Reza Haddadi wurde im Januar 2004 für ein Tötungsdelikt zum Tode verurteilt, dass er begangen haben soll, als er 15 Jahre alt war. Er beteuert seine Unschuld, und ihn belastende Zeugenaussagen wurde inzwischen zurückgezogen. Trotzdem wurde der Hinrichtungstermin zunächst auf den 9. Oktober 2008 angesetzt, dann jedoch verschoben. Ein erneuter Aufschub wurde am 27. Mai 2009 erreicht.
seit sieben Jahren im Dastgerd-Gefängnis der zentraliranischen Stadt Isfahan in Haft
Die Hinrichtung von Mehdi Mazroui wurde am 29. Mai 2009, dem ursprünglich angesetzten Termin, vorläufig ausgesetzt.
Mehdi Mazroui wurde im Alter von 17 Jahren nach einer tätlichen Auseinandersetzung verhaftet, bei der eine Person zu Tode gekommen war. Im Jahre 2005 verurteilte ein Gericht in Isfahan ihn nach dem fundamentalistischen „Vergeltungsgesetz“ zum Tode. Mehdi Mazroui bekannte sich schuldig, nachdem er Berichten zufolge gefoltert worden war. Er soll mit Schlägen gequält worden sein, ihm wurden Handknochen gebrochen, seine Schulter ausgerenkt und Fingernägel herausgerissen.
Am Morgen des 29. Mai 2009 konnte die Hinrichtung in letzter Minute verhindert werden, nachdem schon alle Vorbereitungen getroffen worden waren. U. a. hat sich das Büro der Hohen Menschenrechtskommissarin der UNO für Mehdi Mazroui eingesetzt.