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September 2009: Der Rechtsanwalt Mohammad Ali Dadkhah ist aus der Haft freigekommen.
Der international bekannte Menschenrechtsanwalt Mohammad Ali Dadkhah wurde am 13. September 2009 gegen Hinterlegung einer hohen Kaution aus dem Teheraner Evin-Gefängnis freigelassen. Er war mehr als zwei Monate lang in Haft gewesen. In dieser Zeit wurde er unter Druck gesetzt und misshandelt, damit er andere Menschenrechtsaktivisten mit Falschaussagen belastet. Mehrmals wurde ihm die erneute Verhaftung seiner Tochter angedroht.
Mohammad Ali Dadkhah und mehrere seiner Rechtsanwaltskollegen, darunter seine Tochter Maliheh Dadkhah, wurden am 8. Juli 2009 in Teheran festgenommen. Während seine Tochter und seine Kollegen kurz nach der Festnahme wieder freigelassen wurden, wurde Mohammad Ali Dadkhah weiter im Evin-Gefängnis festgehalten.
Der Menschenrechtsanwalt Mohammad Ali Dadkhah hat mehrere politische Gefangene und Journalisten vor Gericht vertreten und ist Gründungsmitglied des iranischen „Zentrums für Menschenrechtsverteidiger“. U.a. hat Dadkhah die Familie der kanadisch-iranischen Fotojournalistin Zahra Kazemi, die im Jahre 2003 nach Misshandlungen im Teheraner Evin-Gefängnis starb, vor Gericht vertreten.
Im Dezember 2008 wurde das Zentrum für Menschenrechtsverteidiger auf Anordnung der Behörden geschlossen. Die Mitglieder der Organisation führen ihre Arbeit jedoch fort, indem sie Menschenrechtsverletzungen im Iran dokumentieren, politischen Gefangenen Rechtsbeihilfe zur Verfügung stellen und die Familien von politischen Gefangenen unterstützen.