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November 2009: Amir Khaleghi wurde begnadigt und aus dem Gohardasht-Gefängnis in Karaj entlassen. Er war mit 16 Jahren zum Tode verurteilt worden.
Amir Khaleghi war 16 Jahre alt und unter dem Einfluss von Alkohol, als er in eine tätliche Auseinandersetzung mit anderen Jugendlichen geriet. Der Tod eines der Jugendlichen wurde ihm angelastet, obwohl er vermindert schuldfähig war. Er wurde in einem Willkürprozess zum Tode verurteilt. Nach dem fundamentalistischen „Vergeltungsgesetz“ werden Tötungsdelikte auch dann mit dem Tode bestraft, wenn die Tat nicht vorsätzlich oder in Notwehr begangen wurde.
Amir Khaleghi sollte ursprünglich am 22. Februar 2009 hingerichtet werden. Mit Hilfe der norwegischen Regierung wurde damals ein Hinrichtungsaufschub erreicht. Am 20. Februar 2009 hat das norwegische Außenministerium den iranischen Geschäftsträger einbestellt und gegen die Hinrichtung von Amir Khaleghi protestiert. Anfang Mai 2009 wurde die schon vorbereitete Hinrichtung in der letzten Minute abgewendet, nachdem das finnländische Außenministerium sich für Amir Khaleghi eingesetzt hatte. Durch die Bemühungen von Menschenrechtsanwälten im Iran wurde dann die Begnadigung erreicht. Amir Khaleghi kam am 1. November 2009 aus der Haft fei.