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November 2009: Die beiden zum christlichen Glauben übergetretenen Frauen kamen aus der Haft frei.
Maryam Rostampour und Marzieh Amirizadeh, die zum christlichen Glauben übergetreten sind, wurden am 5. März 2009 festgenommen und waren seither im Teheraner Evin-Gefängnis inhaftiert. Sie stehen nach wie vor wegen „Abfall vom Islam“ und der Verkündigung ihres christlichen Glaubens unter Anklage. Durch eine internationale Kampagne, an der auch viele christliche Organisationen beteiligt waren, wurde Ende November ihre vorläufige Freilassung erreicht. Die Kampagne setzt sich weiterhin dafür ein, dass die Anklage gegen die Frauen fallengelassen wird.
Maryam Rostampour und Marzieh Amirizadeh waren mehrfach in Isolationshaft, wurden zahlreichen Verhören unterzogen und erkrankten in der Haft, wo sie nicht ausreichend medizinisch versorgt wurden. Sie wurden von der Justiz unter Druck gesetzt und aufgefordert, ihrem christlichen Glauben abzuschwören, was die beiden Frauen jedoch verweigerten.
Auch die EU hat sich in einer Erklärung vom 25. Mai 2009 für die verfolgten Christen im Iran eingesetzt:
„Die Europäische Union bekundet ihre tiefe Besorgnis über die zunehmenden Verstöße gegen die Glaubensfreiheit in Iran. Insbesondere verurteilt die EU die anhaltende Verfolgung der legitimen Bekundung christlichen Glaubens durch die iranischen Behörden. Berichten zufolge befinden sich die im Januar 2009 festgenommenen iranischen Staatsbürger Hamik Khachikian, Jamal Qalishourani und Nadereh Jamali weiterhin ohne Anklage in Haft, ebenso wie Marzieh Amirizadeh und Maryam Rustampoor, die im März 2009 verhaftet wurden. …
Die Europäische Union ruft die iranischen Behörden nachdrücklich auf, ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen zum Schutz der Glaubensfreiheit nachzukommen und die Verfolgung legitimer religiöser Tätigkeiten einzustellen.“