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Februar 2010: Die Menschenrechtlerin Parisa Kakai kam ohne Anklageerhebung aus der Haft frei.
Die Internetjournalistin und Menschenrechtsaktivistin Parisa Kakai ist in der iranischen Menschenrechtsorganisation „Komitee der Menschenrechtsreporter“ aktiv. Sie war am 1. Januar 2010 vom Geheimdienst in Teheran festgenommen worden, nachdem sie zu einer Anhörung erschienen war. Sie gehört zu den zahlreichen Regimegegnern, die nach den landesweiten Protestdemonstrationen am 27.12.2009 willkürlich in Haft genommen wurden.
Wie sechs weitere inhaftierte Mitglieder dieser Menschenrechtsgruppe war Parisa Kakai zunächst im Trakt 209 des Teheraner Evin-Gefängnisses in Haft, wurde dann jedoch in den Frauentrakt des Gefängnisses verlegt. Parisa Kakai wurde am 17. Februar 2010 ohne Anklageerhebung freigelassen.
Die anderen Mitglieder des „Komitees der Menschenrechtsreporter“ befinden sich weiterhin in Haft. Ihnen wird zum Teil „Aufruhr gegen das Regime“ vorgeworfen. Somit droht ihnen die Todesstrafe. Die Menschenrechtsgruppe wurde 2006 gegründet und setzt sich gegen jegliche Art von Menschenrechtsverletzungen ein, unter anderem gegen die Verletzung der Rechte von Frauen, Kindern und Gefangenen.