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Mai 2010: Der bekannte regimekritische Filmregisseur wurde nach massiven internationalen Protesten aus der Haft entlassen.
Der international bekannte iranische Filmregisseur Jafar Panahi ist am 25. Mai nach zweimonatiger Haft im berüchtigten Evin-Gefängnis von Teheran freigelassen worden. Eine Kaution wurde hinterlegt. Bis zu seinem Prozess soll der 49jährige Regisseur auf freiem Fuß bleiben. Ein Termin dafür steht bisher nicht fest.
Im März war Panahi, der als einer der wichtigsten unabhängigen Regisseure im Iran gilt, wegen der Planung eines regimekritischen Films verhaftet worden. Er hatte sich auch kritisch zu den Wahlen im Juni 2009 geäußert.
Vor einer Woche war der inhaftierte Filmemacher in einen Hungerstreik getreten. Er wollte damit eine Zusage der Behörden erreichen, dass seine Familie in Sicherheit sei. Zuvor war ihm gedroht worden, dass auch Familienmitglieder verhaftet würden.
Panahi war im Februar als Ehrengast zur 60. Berlinale eingeladen, durfte aber nicht ausreisen. Außerdem sollte er im Mai der Jury bei den Filmfestspielen in Cannes angehören.
Rund 80 iranische Filmemacher haben in einem offenen Brief die Freilassung des Regisseurs gefordert. In einer Internet-Erklärung hatten dies auch mehrere Oscar-Preisträger verlangt, darunter Robert Redford, Michael Moore und Martin Scorcese.
Auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle hatte Anfang März die Freilassung Jafar Panahis gefordert. Die Verantwortlichen in Teheran müssten alles dafür tun, damit Panahi freikomme, hatte Westerwelle erklärt.
Im Jahr 2000 hatte Panahi mit seinem Film «Der Kreis» den Goldenen Löwen von Venedig und mit «Offside» 2006 einen Silbernen Bären in Berlin gewonnen.