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Dezember 2010: Der Menschenrechtsaktivist Koohyar Goodarzi wurde aus der Haft entlassen.

Koohyar Goodarzi war seit Dezember 2009 Haft. Er wurde Anfang Juni 2010 zu einem Jahr Gefängnisstrafe verurteilt. Bis kurz vor seiner Freilassung wurde ihm in Verhören eine weitere Inhaftierung angedroht. Am 14. Dezember 2010 wurde der Menschenrechtsaktivist schließlich aus dem Gohardasht-Gefägnis in Karaj bei Teheran entlassen.
Koohyar Goodarzi wurde am 20. Dezember 2009 auf dem Weg zu einer Trauerkundgebung für einen verstorbenen regimekritischen Geistlichen festgenommen. Er wurde in der Haft unter erheblichen Druck gesetzt, damit er sich und andere durch falsche Geständnisse belastet. Da er sich weigerte, wurde ihm eine Anklage wegen „staatsfeindlicher Aktivitäten“ angedroht, die die Todesstrafe nach sich ziehen kann.
Wegen seiner Proteste gegen die Haftbedingungen wurde er mehrfach in Isolationshaft genommen. Im Mai 2010 trat Koohyar Goodarzi aus Protest gegen die Hinrichtung von fünf politischen Gefangenen im Iran in einen Hungerstreik.
Anfang Juni 2010 wurde der Menschenrechtsaktivist zu einem Jahr Gefängnisstrafe verurteilt. Ihm wurden u. a. „Propaganda gegen das Regime, Weitergabe von Informationen an exiliranische Oppositionsgruppen und Interviews mit ausländischen Medien“ vorgeworfen.
Koohyar Goodarzi ist Mitglied der iranischen Menschenrechtsgruppe „Komitee der Menschenrechtsreporter“ und hat sich insbesondere dafür eingesetzt, Minderjährige vor der Hinrichtung zu retten.
Der Student der Luft- und Raumfahrttechnik wurde wegen seiner Arbeit in der Studentenbewegung im November 2009 von der Technischen Sharif-Universität in Teheran verwiesen. Dort war er in einer Studentenvereinigung aktiv.