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Mohammad-Reza Haddadi wurde zum Tode verurteilt, als er fünfzehn Jahre alt war.
Die Europäische Union hat den Iran in einer Erklärung vom 6. Juli aufgefordert, drei bevorstehende Hinrichtungen auszusetzen und die Todesurteile aufzuheben. Bei den drei Gefangenen, deren Hinrichtung Berichten von Menschenrechtlern zufolge unmittelbar bevorsteht, handelt es sich um den 22jährigen Mohammad-Reza Haddadi, der als Minderjähriger zum Tode verurteilt wurde, die 43jährige Sakineh Mohammadi-Ashtiani, der die Steinigung zum Tode droht, und die politische Gefangene Zeynab Jalalian.
Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton wies darauf hin, dass der Iran mit diesen Hinrichtungen unmittelbar gegen seine internationalen Verpflichtungen verstoßen würde, insbesondere gegen den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte und das Übereinkommen über die Rechte des Kindes.
Sie appellierte weiterhin an die iranische Regierung, die Todesstrafe vollständig abzuschaffen und einstweilen ein Moratorium für Hinrichtungen auszusprechen, wie es in den Resolutionen 62/149 und 63/168 der Generalversammlung der Vereinten Nationen nachdrücklich gefordert wird.
Mohammad-Reza Haddadi befindet sich im Adelabad-Gefängnis der südiranischen Stadt Schiraz in Haft. Er wurde im Januar 2004 für ein Tötungsdelikt zum Tode verurteilt, dass er begangen haben soll, als er 15 Jahre alt war. Er beteuert seine Unschuld und hat ein unter Druck abgelegtes Geständnis inzwischen zurückgezogen. Trotzdem wurden wiederholt Hinrichtungstermine angesetzt. Nach internationalen Protesten von Menschenrechtlern und anwaltlichen Bemühungen konnte die Hinrichtung bisher jedoch verhindert werden.
nach Presseberichten