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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
Brüssel: Protestaktion gegen Steinigungen im Iran
22. Januar 2009

Iran: Drei Frauen vor der Steinigung zum Tode gerettet

Die Steinigungsurteile gegen Kobra Najjar und die Schwestern Zohreh und Azar Kabiri wurden Mitte Januar 2009 endgültig aufgehoben.

Kobra NajjarDas Todesurteil gegen Kobra Najjar (44) wurde von der obersten iranischen Justizbehörde in eine Prügelstrafe umgewandelt. Die Mutter von vier Kindern war 1996 wegen Beteiligung an der Tötung ihres Ehemanns zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Nach Verbüßen dieser Haftstrafe sollte sie wegen Ehebruchs durch Steinigung hingerichtet werden.

Kobra Najjar war von ihrem heroinabhängigen Ehemann jahrelang misshandelt und zur Prostitution gezwungen worden. Sie wurde fast 13 Jahre lang in den Gefängnissen von Tabriz und Karaj festgehalten. Menschenrechtler hatten sich in einer internationalen Kampagne seit Jahren für die Aufhebung des Steinigungsurteils eingesetzt.

Die Schwestern Zohreh Kabiri (28) und Azar Kabiri (29) wurden im November 2007 in der Stadt Karaj bei Teheran wegen angeblichen Ehebruchs zum Tode durch Steinigung verurteilt. Die Anklage wegen „Ehebruchs“ basierte lediglich auf den „Erkenntnissen“ des Richters, auf einer nichtssagenden Videoaufnahme und den erzwungenen Aussagen der Schwestern während der Verhöre.

Im August 2008 wurde das Urteil nach Bemühungen von Menschenrechtlern und Anwälten aufgehoben, die Schwestern blieben aber weiterhin in Haft. Mitte Januar 2009 wurden die Schwestern erneut vor Gericht gestellt und von allen Anklagepunkten freigesprochen. Ihre Freilassung aus der Haft wurde angeordnet.

nach Agenturmeldungen

zur Kampagne gegen Steinigungen



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