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Im Iran soll es keine Hinrichtungen durch Steinigung mehr geben. Vier Steinigungsurteile wurden bereits umgewandelt.
Anscheinend hat der internationale Druck - speziell der der Europäischen Union - gewirkt. Denn nach Angaben eines iranischen Justizsprechers will die Islamische Republik bis auf weiteres die Steinigung und das Handabhacken als Strafmaßnahmen aussetzen.
Vier Steinigungsurteile seien bereits umgewandelt worden, zwei davon in Auspeitschungen und zwei in zehnjährige Haftstrafen. Die weiteren Fälle sollen zurzeit geprüft werden.
Der Koran sieht die Steinigung als Strafe für Ehebruch zwar nicht vor, dennoch wird sie von erzkonservativen Rechtsgelehrten als angemessen betrachtet. In Iran ist sie immer wieder praktiziert worden - meistens auf dem Land, da in den Städten Protest zu erwarten war.
Auch wenn Iran der Praxis der Steinigung bei Ehebruch und dem Handabhacken bei Diebstahl einen Riegel vorgeschoben hat, dürfte sich das Land weiterhin internationalen Ärger zuziehen: wegen seiner rigiden Praxis des öffentlichen Auspeitschens und seiner hohen Zahl an Todesstrafen.
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