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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
Brüssel: Protestaktion gegen Steinigungen im Iran
18. März 2008

Iranerin vor Steinigung bewahrt

Die ursprünglich zum Tod durch Steinigung verurteilte Mokarrameh Ebrahimi wurde begnadigt und aus der Haft entlassen.

Die 43jährige kam am 17. März 2008 gemeinsam mit ihrem jüngsten Kind aus der Haft frei. Dies sei auch auf die zahlreichen Proteste im Iran und international gegen das Steinigungsurteil zurückzuführen, so ihre Anwältin Shadi Sadr.

Mokarrameh Ebrahimi, Mutter von drei Kindern, war 11 Jahre lang im Choubin-Gefängnis in der iranischen Provinz Ghavzin in Haft. Ende Juni 2007 sollte sie laut Gerichtsurteil wegen Ehebruchs zusammen mit dem Vater ihres jüngsten Kindes gesteinigt werden. Mokarrameh Ebrahimi hatte mit ihrem Lebensgefährten Jafar Kiani zusammengelebt, obwohl sie verheiratet war. Dafür wurde sie nach Artikel 83 des iranischen Strafgesetzbuches wegen Ehebruchs zum Tode durch Steinigung verurteilt – ebenso Jafar Kiani. Der aus der Beziehung von Frau Ebrahimi und Herrn Kiani geborene 11 Jahre alte Sohn Ali war gemeinsam mit seiner Mutter inhaftiert. Am 5. Juli 2007 wurde Jafar Kiani in Takestan zu Tode gesteinigt.

Im Juni 2007 hatten Mitglieder der iranischen Initiative zur Abschaffung der Steinigungen die geplante Steinigung publik gemacht. Daraufhin gab es zahlreiche heftige Proteste im Iran und international, darunter auch vonseiten der Europäischen Union. Der öffentliche Druck führte dazu, dass die oberste Justizautorität des Iran die Justizbehörden von Takestan schriftlich aufforderte, die Steinigung von Mokarrameh Ebrahimi vorübergehend auszusetzen.

Im Oktober 2007 wurde der Fall einer Begnadigungskommission übertragen, die nun die Freilassung von Mokarrameh Ebrahimi angeordnet hat.

nach Presseberichten



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