Menschenrechtsverein


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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
Brüssel: Protestaktion gegen Steinigungen im Iran

Stoppt die Steinigungen!

Internationale Kampagne gegen die Steinigung

Wir setzen uns innerhalb einer internationalen Kampagne, an der Menschenrechtsaktivisten, Juristen und Parlamentarier beteiligt sind, gegen die Todesstrafe und insbesondere für die Abschaffung der Steinigung ein.

Die meisten Opfer sind Frauen

Die Steinigung ist die grausamste und schmerzhafteste Hinrichtungsmethode. Die Opfer werden in Leinentücher gewickelt, bis zur Brust in Erdlöcher eingegraben und dann gesteinigt. Die Steine fügen den Verurteilten schwerste Verletzungen zu, sind aber nicht groß genug, um sie sofort zu töten. Die Opfer sterben langsam und qualvoll.

Bei der Steinigung handelt es sich um eine grausame, unmenschliche und erniedrigende Strafe im Sinne der Antifolterkonvention der UNO. Die Steinigung steht im Widerspruch zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und zum Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte, die das Recht auf Leben und das Verbot von Folter und unmenschlicher Behandlung festschreiben.

Steinigung-Iran

Im Iran hat es in den letzten Jahren mehrfach Hinrichtungen dieser Art gegeben. Immer wieder werden dort neue Steinigungsurteile bekannt, die vor allem wegen Ehebruchs verhängt werden. Die meisten Opfer sind Frauen.

Gründe dafür sind die Diskriminierung der Frauen und die frauenfeindlichen Gesetze der Fundamentalisten. Frauen im Iran haben per Gesetz nicht die gleichen Rechte wie die Männer und werden vor Gericht nicht gleichbehandelt.Wenn Frauen mit dem Gesetz in Konflikt geraten, werden sie gewöhnlich von Männern verhaftet und verhört. Es sind ausschließlich Männer, die die Urteile über sie fällen. Oft werden Frauen durch Folter zu Geständnissen gezwungen.

In ländlichen Gebieten werden Frauen Opfer unfairer Gerichtsverfahren, weil sie nicht lesen und schreiben können und daher eher Straftaten gestehen, die sie gar nicht begangen haben. Frauen, die ethnischen Minderheiten angehören, sprechen in vielen Fällen nicht die offizielle Gerichtssprache Persisch. Sie verstehen gar nicht, was mit ihnen im Gerichtsverfahren geschieht oder sogar, dass ihnen die Steinigung droht.

Nach den fundamentalistischen Gesetzen kann der Richter Steinigungsurteile allein aus eigenem subjektivem Ermessen verhängen. Die meisten angeklagten Frauen können sich keinen guten Rechtsbeistand leisten.

Auch Diskriminierungen in anderen Lebensbereichen führen dazu, dass Frauen eher des Ehebruchs für schuldig befunden werden. Frauen können nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen eine Scheidung beantragen. Viele Frauen werden gegen ihren Willen verheiratet, oft sind sie dabei noch minderjährig. Zwangsehen und häusliche Gewalt sind weit verbreitet.

Wir fordern:

•    den Stopp aller Hinrichtungen und die Abschaffung der Todesstrafe
•    die Aufhebung aller Steinigungs- und Hinrichtungsurteile
•    die Freilassung aller unrechtmäßig festgehaltenen Gefangenen
•    das Ende der Verfolgung von Menschenrechtlern, Anwälten und Familienangehörigen, die sich gegen die Steinigung einsetzen
•    wirksame internationale Maßnahmen, um das Ende aller Steinigungen weltweit durchzusetzen

Weitere Informationen:

13. Dezember 2010

Sakineh Mohammadi-Ashtiani weiter in Hinrichtungsgefahr

In einer makabren Inszenierung wurde die zum Tode verurteilte Frau erneut im Staatsfernsehen vorgeführt.
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19. November 2010

Scharfe Kritik von Amnesty International an erzwungenem TV-Geständnis von Sakineh Mohammadi Ashtiani

AI fordert erneut die Freilassung der zum Tode verurteilten Frau, ihres Sohnes und ihres Anwalts Houtan Kian.
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04. November 2010

Internationale Proteste gegen drohende Steinigung im Iran

"Fundamentale Missachtung der Menschenrechte und besonders der Frauenrechte durch die iranische Regierung"
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10. September 2010

Iran: Regime lässt Steinigungsurteil nach weltweiten Protesten überprüfen

Amnesty International fordert den Iran auf, das Todesurteil gegen Sakineh Mohammadi-Ashtiani ganz aufzuheben.
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09. September 2010

Europaparlament: Iran soll die grausame und unmenschliche Praxis der Steinigung für rechtswidrig erklären

Alle politischen Fraktionen fordern ein Einreiseverbot in die EU für die Personen, die für Menschenrechtsverletzungen, Unterdrückung und die Einschränkung von Freiheitsrechten im Iran verantwortlich sind.
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Internationales Februar 2011: Bundesregierung kritisiert Hinrichtungswelle im Iran scharf weiterlesen

16.09.2010 - Infostand des Menschenrechtsvereins beim Tag des Ehrenamtes 2010 in Berlin Infostand und Unterschriftenaktion gegen  Hinrichtungen und Steinigungen im Iran weiterlesen

Sakineh Mohammadi ist in akuter Gefahr, zu Tode gesteinigt zu werden. Sakineh Mohammadi Aschtiani ist weiter in Hinrichtungs-gefahr. weiterlesen

Nein zur Todesstrafe! Iran: 26 Menschen, darunter fünf Frauen, in zwei Tagen hingerichtet weiterlesen

Berlin, 03.09.2010 - Infostand des Menschenrechtsvereins - Protest gegen Hinrichtungen und Steinigungen im Iran Infostand und Unterschriften-aktion: Hinrichtungen und Steinigungen im Iran stoppen! weiterlesen

t-stop-stoning Oktober 2009: Zwei Steinigungen konnten im Iran verhindert werden. weiterlesen


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