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"Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl gibt es in keinem Land mehr Exekutionen als im Iran."
Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton (Bild) hat sich am 5. Januar zutiefst besorgt über die Zunahme der Hinrichtungen im Iran geäußert. Im Jahre 2011 seien im Iran mehr Todesurteile vollstreckt worden als jemals zuvor in der jüngeren Geschichte des Landes, erklärte Ashton in Brüssel. Damit stelle sich das Teheraner Regime weiter dem weltweiten Trend zur Abschaffung der Todesstrafe entgegen.
Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl gebe es in keinem Land mehr Exekutionen als im Iran. Hunderte von Menschen seien im vergangenen Jahr nach unfairen Gerichtsverfahren und für Straftaten hingerichtet worden, die nach internationalen Standards keine Todesstrafe verdienten. Tausenden weiteren Angeklagten drohe dieses Schicksal, so Ashton weiter.
Menschenrechtsorganisationen schätzen die Zahl der Exekutionen im Iran für 2011 auf mehr als 600. Die EU-Außenbeauftragte forderte den Iran zu einem Hinrichtungsstopp und zu einem Moratorium der Todesstrafe auf.