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Die Bundesregierung hat das iranische Regime aufgefordert, die Hinrichtung Youcef Nadarkhanis zu unterlassen und ihn sofort freizulassen.
Nach Berichten von Menschenrechtlern befindet sich der iranische Pastor Youcef Nadarkhani (im Bild mit seinem Sohn) in unmittelbarer Hinrichtungsgefahr. Die Justizbehörden hätten die Gefängnisleitung angewiesen, die baldige Ausführung der Hinrichtungsanordnung vorzubereiten.
Der 35-jährige Nadarkhani trat im Alter von 19 Jahren zum Christentum über und wurde später Pastor einer kleinen protestantischen Gemeinde in der nordiranischen Stadt Rasht. Im September 2010 verurteilte ihn ein Gericht wegen "Abfall vom islamischen Glauben" und "Verbreitung nicht-islamischer Lehren" zum Tod durch den Strang.
Die Bundesregierung hat das iranische Regime mit Nachdruck aufgefordert, den zum Tode verurteilten Pastor umgehend freizulassen. "Ich fordere vom Iran mit allem Nachdruck, die Hinrichtung Youcef Nadarkhanis zu unterlassen und ihn sofort freizulassen", sagte Bundesaußenminister Guido Westerwelle der "Bild am Sonntag". Das dem Pfarrer vorgeworfene Verhalten sei kein Verbrechen, sondern "nicht mehr als die Ausübung der auch im Iran völkerrechtlich verbrieften Religionsfreiheit", so Westerwelle weiter. Schon die Festnahme, Haft und Verhängung des Todesurteils gegen Youcef Nadarkhani seien eklatante Verstöße gegen Recht und Menschlichkeit gewesen.