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Sechs politischen Gefangenen, die wegen Unterstützung der Demokratiebewegung oder wegen ihres Einsatzes für die Rechte von Minderheiten im Iran zum Tode verurteilt wurden, droht unmittelbar die Hinrichtung.

Iranische Menschenrechtler haben an die internationale Gemeinschaft appelliert, die bevorstehende Hinrichtung von politischen Gefangenen im Iran zu verhindern. Der politische Gefangene Gholamreza Khosravi (47), der seit 2006 im Iran in Haft ist, befindet sich in akuter Hinrichtungsgefahr. Das Hinrichtungsdatum wurde auf den 10. September 2012 festgelegt.
Gholamreza Khosravi, der verheiratet ist und einen 15jährigen Sohn hat, war bereits in den 80er Jahren wegen Unterstützung der Demokratiebewegung im Iran fünf Jahre lang in Haft. 2006 wurde er erneut festgenommenen. Ihm wurde vorgeworfen einen exiliranischen oppositionellen TV-Sender unterstützt zu haben. Khosravi wurde über 40 Monate lang in verschiedenen Gefängnissen des iranischen Geheimdienstes in Einzelhaft festgehalten und dann zunähst wegen Unterstützung der Oppositionsbewegung PMOI von einem Gericht in der zentraliranischen Stadt Kerman zu 6 Jahren Haft verurteilt.
Nach dieser Verurteilung wurde Gholamreza Khosravi erneut langwierigen Verhören und Misshandlungen unterzogen und dann in Teheran wieder vor Gericht gestellt. Im November 2011 wurde er wegen angeblicher „staatsfeindlicher Aktivitäten“ zum Tode verurteilt. Anfang August wurde das Hinrichtungsdatum im Teheraner Evin-Gefängnis, wo Gholamreza Khosravi zur Zeit inhaftiert ist, auf den 10. September 2012 festgelegt.
Unterdessen wurden im Juli in der südwestiranischen Stadt Ahwaz fünf weitere politische Gefangene, die der arabischsprachigen Minderheit im Iran angehören, zum Tode verurteilt. Nach Angaben von Amnesty International droht ihnen die baldige Hinrichtung. Ein weiterer Mann wurde zu einer 20-jährigen Haftstrafe verurteilt. Alle sechs wurden wegen ihres Engagements zugunsten der Minderheit der arabischen Ahwazi im Iran festgenommen.