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23. August 2018

Lehrer im Iran zu langer Haftstrafe verurteilt - Bildungsinternationale fordert Freilassung von Mohammad Habibi

Der Lehrer-Gewerkschaftsbund Bildungsinternationale ruft zum Einsatz für die Freilassung von Mohammad Habibi auf. Der gewerkschaftlich engagierte Lehrer wurde von einem Revolutionsgericht in Teheran zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt.

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Der Lehrer-Gewerkschaftsbund Bildungsinternationale (Education International), dem Bildungsgewerkschaften aus der ganzen Welt angehören, hat die sofortige und bedingungslose Freilassung des Lehrers Mohammad Habibi gefordert und zu weltweiter Solidarität mit dem politischen Gefangenen und anderen im Iran inhaftierten Lehrern und Gewerkschaftern aufgerufen.

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Mohammad Habibi (Bild), der dem Vorstand der Teheraner Lehrergewerkschaft angehört, wurde Anfang August von einem Revolutionsgericht in Teheran wegen seines Einsatzes für soziale Gerechtigkeit zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt. Darüberhinaus wurde er zu 74 Peitschenhieben und einem zweijährigen Ausreiseverbot verurteilt.

Seit über drei Monaten ist der Berufsschullehrer Mohammad Habibi in der Strafanstalt des Bezirks Groß-Teheran inhaftiert. Nach Angaben seiner Familie wurde der Lehrer bei seiner Verhaftung mit Fußtritten und Faustschlägen schwer misshandelt. Er leidet an Schmerzen in der Brust und massiven Nierenbeschwerden und muss dringend außerhalb des Gefängnisses medizinisch versorgt werden. Dies wird jedoch von der Gefängnisleitung nicht zugelassen.

Mohammad Habibi wurde am 3. März in seiner Schule vor den Augen seiner Schüler von Regime-Polizisten misshandelt und verhaftet. Er wurde dann im Teheraner Evin-Gefängnis inhaftiert und nach einigen Wochen vorläufig freigelassen. Im Mai wurde er erneut verhaftet, als er in Teheran zusammen mit anderen Lehrern an einer friedlichen Protestdemonstration gegen die Bildungspolitik des Regimes teilnahm.

Der Hintergrund der Verfolgung von gewerkschaftlich engagierten Lehrern sind die sich häufenden Proteste von iranischen Lehrern, die sich u.a. gegen Armutslöhne und die Inhaftierung ihrer Kollegen wehren. Das Teheraner Regime erkennt keine unabhängigen Gewerkschaften an und verfolgt ihre Mitglieder.

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