Menschenrechtsverein


Sprungmarken

Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
Menschenrechtsarbeit-500
24. November 2018

Menschenrechtsarbeit hat Erfolg: Rechtsanwalt Abdolfattah Soltani im Iran freigelassen

Durch den Einsatz von Menschenrechtsverteidigern weltweit wurde die Freilassung des iranischen Rechtsanwalts Abdolfattah Soltani, der mit dem Menschenrechtspreis der Stadt Nürnberg ausgezeichnet wurde, erreicht. Für Ihre Unterstützung dabei bedanken wir uns herzlich!

Durch beharrliche internationale Menschenrechtsarbeit gelingt es auch im Iran immer wieder, die Freilassung von unrechtmäßig inhaftierten Gefangenen zu erreichen. Öffentlicher Druck ist das wirksamste Mittel, um Menschen in Gefahr zu retten.

soltani-400

Ein großer Erfolg ist die Freilassung des international bekannten iranischen Rechtsanwalts Abdolfattah Soltani (Bild). Er war bereits von August bis Oktober vorübergehend in Freiheit und wurde am 21. November endgültig aus dem Teheraner Evin-Gefängnis entlassen. Für den Rechtsanwalt hatten sich im Iran und weltweit zahlreiche Menschenrechtsorganisationen eingesetzt.

Abdolfattah Soltani war seit 2011 in Teheran in Haft, weil er sich für die Menschenrechte im Iran eingesetzt und prominente Regimegegner und politische Gefangene verteidigt hat.

Im Jahre 2009 war der Rechtsanwalt mit dem Menschenrechtspreis der Stadt Nürnberg ausgezeichnet worden, womit die Stadt sein vorbildliches Eintreten für die universell geltenden Menschenrechte würdigte. Der Nürnberger Stadtrat hat in den vergangenen Jahren mehrfach gegen die Inhaftierung von Abdolfattah Soltani protestiert und seine Freilassung gefordert.

Der Rechtsanwalt wurde im Jahre 2012 zu 13 Jahren Haft verurteilt. Ihm wurden von der Justiz des Teheraner Regimes u.a. die „Gründung des Zentrums zum Schutz der Menschenrechte“ und die „Annahme eines ungesetzlichen Preises“ vorgeworfen, womit der Menschenrechtspreis der Stadt Nürnberg gemeint ist.

Während seiner Haft ist Abdolfattah Soltani mehrfach in den Hungerstreik getreten, um auf die unmenschlichen Haftbedingungen, denen vor allem politische Gefangene im Iran ausgesetzt sind, aufmerksam zu machen. Im Gefängnis wurde ihm trotz verschiedener Erkrankungen immer wieder die notwendige medizinische Versorgung verweigert.

Die Arbeitsgruppe für willkürliche Inhaftierungen der Vereinten Nationen (WGAD) stellte schon im August 2013 unmissverständlich klar, dass Abdolfattah Soltanis Inhaftierung willkürlich und damit gesetzwidrig war. Sie verletze die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und verstoße gegen den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte.



Spendenaufruf-80 Iran: Menschenrechte verteidigen! Hinrichtungen stoppen! zum Spendenaufruf

Protest-Reporter-ohne-Grenzen-190 Islamistische Diktatur im Iran: 40 Jahre brutale Unterdrückung und Lügen weiterlesen

060719-Berlin-190 Tausende demonstrieren für Menschenrechte und gegen die Todesstrafe im Iran weiterlesen

golrokh-80 Internationale Proteste erreichen Freilassung von Frauenrechtlerin im Iran weiterlesen

sotoudeh-80 Weltweite Menschenrechts-kampagne: Nasrin Sotoudeh freilassen! weiterlesen

150619-Brüssel-190 Brüssel: Großkundgebung für Menschenrechte im Iran weiterlesen

khandan-80 Nach weltweiten Protesten: Menschenrechtler Reza Khandan im Iran freigelassen weiterlesen

EU-parl-80 EU-Parlament fordert Freilassung von Nasrin Sotoudeh und anderen Menschenrechts-verteidigern im Iran weiterlesen

PEN-80 Internationaler Protest gegen Verfolgung und Verurteilung von Schriftstellern im Iran weiterlesen

Vida-Movahedi-80 Erfolgreiche Protestkampagne: Frauenrechtlerin im Iran freigelassen weiterlesen


Sprungmarken