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11. April 2019

Internationaler Protest hat Erfolg: Freilassung von Frauenrechtlerin im Iran erreicht

Durch beharrliche Menschenrechtsarbeit gelingt es auch im Iran immer wieder, die Freilassung von unrechtmäßig inhaftierten Gefangenen zu erreichen. Die Frauenrechtlerin Golrokh Ebrahimi Iraee bedankt sich bei allen, die sich für sie eingesetzt haben.

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Die iranische Frauenrechtlerin Golrokh Ebrahimi Iraee (Bild) wurde am 8. April aus dem Teheraner Evin-Gefängnis freigelassen. Im Iran und in vielen anderen Ländern hatten sich Menschenrechtsverteidiger für die Freilassung der 38-jährigen Autorin eingesetzt, die seit Oktober 2016 in Haft war. Sie war allein wegen ihrer Menschenrechtsarbeit zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die internationalen Proteste haben nun ihre vorzeitige Haftentlassung bewirkt.

Golrokh Ebrahimi Iraee setzt sich für Frauen- und Kinderrechte ein und wirkt an einer Kampagne gegen die Todesstrafe und die grausame Praxis der Steinigungen im Iran mit. Auch aus dem Gefängnis heraus hat sie mit offenen Briefen immer wieder gegen Menschenrechtsverletzungen protestiert und ihre Solidarität mit den Bürgerprotesten im Iran erklärt.

Während ihrer Haft wurde die Frauenrechtlerin mit Repressalien zusätzlich bestraft. So wurde sie im Januar 2018 vom Evin-Gefängnis unter Anwendung von Gewalt in das Schahr-e-Rey-Gefängnis im Teheraner Vorort Varamin verlegt, das für besonders unmenschliche Haftbedingungen bekannt ist. Dabei wurde sie von männlichen Gefängniswärtern beschimpft, verbal sexuell belästigt, getreten und geschlagen.

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Golrokh Ebrahimi Iraee während ihres Hungerstreiks im Gefängnis

Aus Protest gegen ihre Verlegung und die Haftbedingungen trat Golrokh Ebrahimi Iraee in einen Hungerstreik. Am 3. April 2018 fiel sie in Bewusstlosigkeit und wurde unter Bewachung in ein Teheraner Krankenhaus gebracht. Sie hatte über 20 Kilo an Gewicht verloren und befand sich in einem äußerst kritischen Gesundheitszustand. Mit ihrem Hungerstreik erreichte sie jedoch die Rückverlegung in das Evin-Gefängnis.

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Golrokh Ebrahimi Iraee mit ihrem Mann Arash Sadeghi vor ihrer Inhaftierung

Auch der Ehemann von Golrokh Ebrahimi Iraee ist Menschenrechtsverteidiger und befindet sich seit 2016 in unrechtmäßiger Gefangenschaft. Arash Sadeghi wurde zu 19 Jahren Haft verurteilt, weil er sich für den Stopp der Hinrichtungen im Iran eingesetzt und Berichte über Menschenrechtsverletzungen untersucht und veröffentlicht hat.  

Der im Rajai-Shahr-Gefängnis in der Stadt Karaj nahe Teheran inhaftierte Gefangene ist an einem bösartigen Knochentumor im rechten Arm erkrankt. Mitte September 2018 wurde Arash Sadeghi in einem Krankenhaus operiert. Aber nur wenige Tage nach der Operation wurden die Ärzte daran gehindert, die Behandlung fortzusetzen, und der schwer kranke Patient wurde in das Gefängnis zurückgebracht.

Weil Arash Sadeghi an seinen Überzeugungen festhält, wird ihm im Gefängnis vorsätzlich die notwendige medizinische Hilfe verweigert, um ihn zu bestrafen und zu foltern. Sein Gesundheitszustand ist besorgniserregend.

Golrokh Ebrahimi Iraee hat sich nach ihrer Freilassung bei allen bedankt, die sich für sie eingesetzt haben. Sie rief alle Menschenrechtsverteidiger auf der ganzen Welt auf, die Hilfskampagne für ihren Mann Arash Sadeghi zu unterstützen, der sofort freigelassen und in einer Spezialklinik behandelt werden muss.

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