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LEBEN RETTEN - Die Internationale Hilfsaktion gegen Todesstrafe und Hinrichtungen im Iran zeigt Wirkung.
Am 28. Oktober 2006 fand in Bonn, im großen Saal des Evangelischen Gemeindeverbandes, der diesjährige Projekttag des Menschenrechtsvereins für Migranten e.V. statt, zu dem Mitglieder, Ehrenamtliche, Freunde und Förderer des Vereins aus ganz Deutschland zusammenkamen.Dort wurde eine Bilanz der aktuellen Hauptkampagne des Vereins „LEBEN RETTEN - Internationale Hilfsaktion gegen Todesstrafe und Hinrichtungen im Iran“ gezogen. Eine Ausstellung erläuterte verschiedene zu dieser Hilfsaktion gehörende Projekte der letzten 12 Monate.
Mitwirkende, Betroffene und Augenzeugen berichteten über die Erfolge der Hilfsaktion und die konkrete Hilfe, die für Verfolgte und Opfer von Menschenrechtsverletzungen im Iran geleistet wurde.
Die Freunde und Förderer des Vereins hatten im Rahmen eines Workshops Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen mit den Betroffenen und Aktiven. Hier kam es zu einem regen Meinungsaustausch über die Erfolge, Entwicklungen und Perspektiven der Hilfsaktion.
Zu den Ehrengästen gehörte die ehemalige politische Gefangene Mojgan Safawi, die aktiv an der internationalen Hilfsaktion mitwirkt. Sie berichtete in einer bewegenden Ansprache über ihre Leidenszeit in der Haft und die lebensrettende Wirkung der Kampagne für die Gefangenen im Iran. (–› zur Rede von Mojgan Safawi)
Der iranische Schriftsteller Kazem Mostafawi, der seit Jahren Dokumentationen über die Menschenrechtslage im Iran verfasst, stellte in einem ausführlichen Wortbeitrag Ergebnisse seiner Recherchen vor. (–› zur Rede von Kazem Mostafawi)
Mostapha Naderi, der ebenfalls jahrelang politischer Gefangener war und sich besonders gegen die Todesstrafe und Hinrichtung von Minderjährigen engagiert, sprach über die Arbeit von Menschenrechtsverteidigern im Iran selbst. (–› zur Rede von Mostapha Naderi)
Aus dem Kreis der Freunde und Förderer des Menschenrechtsvereins sprachen Eva Berger, Peter Pohl und Peter Kob, die seit langem Menschenrechtsprojekte im Iran unterstützen, zu den Anwesenden.

Die umfangreiche Ausstellung von Fotos und Dokumenten fand großes Interesse bei den Besuchern des Projekttages. Hier wurden Projekte der vergangenen 12 Monate im Rahmen der Hilfsaktion LEBEN RETTEN präsentiert und erläutert, darunter Pressekonferenzen und Informationsveranstaltungen in sechs Ländern Europas, Ausstellungen, Großkundgebungen, Info-Stände und Mahnwachen, Petitionsaktionen und Menschenrechtsprogramme im iranischen Exil-Fernsehen.
Zum Rahmenprogramm des Projekttages gehörte auch eine Ausstellung zur Kunstgeschichte Irans mit traditionellem persischem Kunsthandwerk. Der Projekttag wurde mit einem gemeinsamen Abendessen abgeschlossen. Dazu hatten ehrenamtliche Helferinnen und Helfer ein Buffet mit verschiedenen persischen Spezialitäten vorbereitet. Auch dieses Abendessen wurde von den Freunden des Vereins genutzt, um ihr Wissen über die Menschenrechtslage im Iran zu vertiefen und Meinungen und Erfahrungen mit den Ehrengästen und Projektmitarbeitern auszutauschen.