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LEBEN RETTEN: Schluss mit den Hinrichtungen im Iran!
Anlässlich des Internationalen Tages gegen die Todesstrafe, der alljährlich am 10. Oktober begangen wird, fand am 13. Oktober 2007 in der Berliner Urania eine große Informationsveranstaltung statt, an der der Menschenrechtsverein für Migranten mitgewirkt hat.
Mit Vorträgen, Ausstellungen, einem Dokumentarfilm und Informationsständen wurde auf die erschreckende Zunahme der Todesurteile und Massenhinrichtungen im Iran aufmerksam gemacht. Gleichzeitig wurden Hilfsaktionen zur Rettung der Opfer vorgestellt. Die Veranstaltung war auch ein Beitrag zur Unterstützung der internationalen Kampagne für eine weltweite Abschaffung der Todesstrafe und die Aussetzung aller Hinrichtungen.
Die Veranstaltung hatte über 1000 Besucher, darunter auch zahlreiche Mitglieder, Ehrenamtliche, Freunde und Förderer des Menschenrechtsvereins aus ganz Deutschland.
In Wortbeiträgen und Grußbotschaften verurteilten verschiedene menschenrechtlich engagierte Persönlichkeiten die Menschenrechtsverletzungen im Iran scharf und appellierten an Regierungen, Parlamente und internationale Organisationen, sich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden friedlichen Mitteln dafür einzusetzen, dass die Hinrichtungen im Iran gestoppt werden.
Unter ihnen waren der Rechtsanwalt Bernd Häusler, der zehn Jahre lang Menschenrechtsbeauftragter der Berliner Rechtsanwaltskammer war, der evangelische Pfarrer und Historiker Dr. Lorenz Wilkens, der brandenburgische Landtagsabgeordnete Frank Hammer und die Berliner Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen.

Als Ehrengäste waren Familienangehörige von Hinrichtungsopfern eingeladen. Sie trugen erschütternde Berichte über die Repression im Iran und das Leid ihrer Familien vor, und bezeugten, wie wichtig die Hilfe der internationalen Gemeinschaft ist. Viele Veranstaltungsbesucher nutzten die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen mit den Augenzeugen und Betroffenen.
Wir haben mit unserer Ausstellung die internationale Kampagne „LEBEN RETTEN – Hilfe für Opfer von Menschenrechtsverletzungen im Iran“ und die dazu gehörenden Projekte vorgestellt. Unser Infostand bot den Besuchern Gelegenheit zur Information und zu einem Meinungsaustausch über die Hilfsaktionen. Viele Besucher unterschrieben unsere Petition für einen sofortigen Stopp der Steinigungen im Iran.

Ein Solidaritätskonzert für die Menschen, die im Iran Unrecht und Gewalt erleiden, rundete die Veranstaltung ab. Der iranische Komponist und Musiker Hamidreza Taherzadeh, spielte auf traditionellen persischen Instrumenten Musikstücke aus dem klassischen Repertoire. Die Berliner Musikerinnen Susanne Busching-Brero und Leonore Wunderlich trugen eine Sonate von Johannes Brahms vor.