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Solidarität mit den Frauen im Iran - Schluss mit Diskriminierung, Unterdrückung und Gewalt!
Anlässlich des Internationalen Frauentages 2008 fand am 1. März 2008 in Berlin, im Rathaus Charlottenburg, eine Informationsveranstaltung zur Lage der Frauen im Iran statt, zu der der Menschenrechtsverein für Migranten eingeladen hatte.
Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Solidarität mit den Frauen im Iran - Schluss mit Diskriminierung, Unterdrückung und Gewalt!“. Durch das Programm führte Jutta Herzau aus Berlin, die seit langem in Projekten für die Menschenrechte im Iran engagiert ist. Das Ziel der Veranstaltung war, auf die frauenspezifischen Menschenrechtsverletzungen an Frauen im Iran aufmerksam zu machen und einen Beitrag zur Solidarität mit den iranischen Frauen zu leisten.
Mit Hilfe einer Ausstellung und eines Dokumentarfilms wurde die Lage der Frauen im Iran verdeutlicht. Es wurden sowohl die allgegenwärtige Repression und Gewalt als auch das Engagement der iranischen Frauen für Gleichberechtigung, Freiheit und Menschenrechte thematisiert.
An seinem Informationsstand wies der Menschenrechtsverein insbesondere auf die erschreckende Zunahme der Todesurteile und Hinrichtungen von Frauen im Iran hin. Dort hatten die Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, eine Petition zu unterzeichnen, in der die Menschenrechtsbeauftragten weltweit aufgefordert werden, sich für die zum Tode verurteilten Frauen im Iran einzusetzen.

Die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung hörten mehrere Wortbeiträge von Betroffenen, Augenzeugen und in der Frauenbewegung Engagierten aus ganz Deutschland zum Thema „Frauen im Iran“.
Pari Rahmani, die Vorsitzende des Menschenrechtsvereins, ging in ihrem Wortbeitrag ausführlich auf die Unterdrückung der Frauen im Iran ein. Sie sprach aber auch über internationale Kampagnen zur Rettung von Frauen, die Opfer der Willkürjustiz im Iran wurden. Der Menschenrechtsverein wirkt an diesen Kampagnen mit. Mit Hilfe von internationalem Druck konnte inzwischen viel erreicht werden: von Hafterleichterungen und Freilassungen bis hin zur Verhinderung von Hinrichtungen und Aufhebung von Todesurteilen.
Die Juristin Ahang Ram befasste sich in ihrem Wortbeitrag mit der rechtlichen Diskriminierung der Frauen im Iran, die sowohl im Straf- als auch im Zivilrecht durch die fundamentalistischen Gesetze festgeschrieben ist. Mit Hilfe von konkreten Beispielen verdeutlichte sie, dass die Gesetze der Fundamentalisten in krassem Widerspruch zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte stehen.
Greta Tüllmann, Publizistin aus München und Herausgeberin eines Frauen-Kulturmagazins, sprach u. a. darüber, dass die iranischen Frauen trotz der Repressionsmaßnahmen des Regimes weiter für Gleichberechtigung und Freiheit kämpfen. Sie berichtete von ihren Begegnungen mit Frauen, die engagiert in verschiedenen Bewegungen für Demokratie und Menschenrechte im Iran mitwirken.
Dr. Lorenz Wilkens, Pfarrer und Historiker aus Berlin, ging auf den Fundamentalismus als patriarchalische und daher grundsätzlich frauenfeindliche Weltanschauung ein.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung sprachen Augenzeuginnen und Betroffene über ihre Erfahrungen mit der Repression unter den Fundamentalisten im Iran. Darunter war Susan Salimian, deren Schwester den Massenhinrichtungen an politischen Gefangenen im Iran im Jahre 1988 zum Opfer fiel. Die Betroffenen betonten, wie wichtig die Solidarität der internationalen Gemeinschaft ist und dass internationaler Druck Wirkung zeigt, auch im Iran.
In weiteren Wortbeiträgen brachten mitwirkende Frauen aus Berlin ihre Betroffenheit über die Unterdrückung und Diskriminierung und ihre Solidarität mit den Frauen im Iran zum Ausdruck.
Das Programm wurde durch musikalische Beiträge abgerundet. Die iranische Interpretin Shoku trug persische Folklore vor, während Jutta Manych-Rüger aus Berlin mit ihren Songs an Bürgerrechts- und Freiheitsbewegungen erinnerte. Ein gemeinsam gesungenes „We shall overcome“ bildete den emotionalen Abschluss der Veranstaltung, eine berührende Erfahrung der Solidarität und Hoffnung für alle Beteiligten.
Nach der Veranstaltung luden die Ehrenamtlichen des Menschenrechtsvereins die Besucherinnen und Besucher zu einem persischen Imbiss ein, der im Rathaus Charlottenburg serviert wurde. Hier bot sich für viele die Gelegenheit zu einem Meinungsaustausch und persönlichen Gesprächen mit Augenzeuginnen und Betroffenen.
Der Menschenrechtsverein dankt allen Mitwirkenden und allen Besucherinnen und Besuchern ganz herzlich für diese gelungene Veranstaltung. Unser Dank geht auch besonders an die Hausherrin und Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Charlottenburg Monika Thiemen.
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