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04. Oktober 2022

Proteste im Iran: DAAD verurteilt Gewalt an den iranischen Universitäten

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) verurteilt die Gewalt gegen Studierende und Universitätsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter, die in Teheran und anderen Städten des Landes friedlich demonstrieren.

In einer Pressemitteilung vom 04.10.2022 erklärt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD):

Proteste im Iran: DAAD verurteilt Gewalt an den iranischen Universitäten

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) verurteilt die Gewalt gegen Studierende und Universitätsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter, die in Teheran und anderen Städten des Landes friedlich demonstrieren.

„Wir beobachten die Situation im Iran bereits seit einiger Zeit mit großer Sorge, nicht zuletzt seit dem Tod von Mahsa Amini. Viele Universitätsangehörige, darunter zahlreiche Studierende sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, gehen für ihre Freiheit, aber auch ganz konkret für die Achtung der Rechte von Frauen auf die Straße. Das gewaltsame Vorgehen gegen friedliche Demonstrationen, die Abriegelung von Hochschulen und das Aussetzen von Lehrveranstaltungen verurteilen wir mit Nachdruck“, sagte DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee.

Vor dem Hintergrund einer möglichen Verschärfung der Sanktionen gegen den Iran stimmt sich der DAAD mit der Bundesregierung, den Mitgliedshochschulen und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ab, um zu klären, welche Folgen dies für die außenwissenschaftspolitischen Beziehungen zum Iran haben könnte. „Wir stehen solidarisch an der Seite der mutigen Studierenden und Universitätsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter bei ihren friedlichen Protesten. Wir werden daher auch weiterhin bemüht sein, diejenigen zivilgesellschaftlichen Kräfte, die für die individuellen und gesellschaftlichen Freiheitsrechte im Iran und für ein friedliches Miteinander der Staaten und Kulturen in der Region eintreten, zu unterstützen. Diese haben an den Universitäten des Landes eine besonders starke Basis“, so der DAAD-Präsident.

Auslöser der Proteste ist der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini vor rund zwei Wochen. Sie war wegen ihrer angeblich „unislamischen“ Kleidung festgenommen worden, fiel unter ungeklärten Umständen in Polizeigewahrsam ins Koma und starb am 16. September 2022 in einem Krankenhaus.

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