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zum Thema Menschenrechte und Stellung der Frau im Iran
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m Rahmen der diesjährigen Projekttage der Fichtenberg-Oberschule in Berlin hat sich ein Projektteam von Schülerinnen unter der Leitung der Lehrerin Luise Semke am 18. und 19. Juni 2008 mit dem Thema Menschenrechts-verletzungen im Iran, insbesondere mit der Hinrichtung von Minderjährigen und der Diskriminierung der Frauen beschäftigt.
Der Menschenrechtsverein für Migranten e.V. hat dem Projektteam in Vorfeld Informationsmaterial zu diesem Thema zur Verfügung gestellt und war auch mit einem Infostand in der Schule an dem Projekt beteiligt. Dabei wurden Unterschriften gegen die Hinrichtung von Minderjährigen im Iran gesammelt.
Mit einem ausführlichen Referat berichtete der in Deutschland lebende Iraner Abbas Safai, der sich innerhalb des Aachener Vereins für die Menschenrechte engagiert, dem Projektteam aus erster Hand über die Menschenrechtslage im Iran und stand im Anschluss daran für Fragen zur Verfügung. Er berichtete über die Verfolgung seiner Familie im Iran, die er als Student miterlebt hat. Außerdem stellte er die internationale Kampagne gegen die Hinrichtung von Minderjährigen im
Iran vor, an der der Menschenrechtsverein mitwirkt. Das Projektteam war sehr interessiert und stellte dem Referenten eine ganze Reihe von Fragen. So erhielten die Schülerinnen viele Hintergrundinformationen zur Lage im Iran.
Das Projektteam der Fichtenberg-Oberschule fasste die Ergebnisse seiner Projektarbeit in einem Appellbrief zusammen, der an Günter Nooke, den Beauftragten der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, geschickt wurde. In dem Appellbrief der Schülerinnen heißt es u.a.:
„Wir haben festgestellt, dass der Iran, obwohl er Vertragsstaat des Internationalen Pakts über bürgerliche, politische und über die Rechte des Kindes ist, diese Rechte systematisch missachtet. Daraus resultieren Ungerechtigkeit und Willkür der Justiz, die sich durch
Frauenfeindlichkeit, Folter und Todesstrafen für Minderjährige äußern.
Wir fordern, dass der Druck auf den Iran massiv erhöht wird und dass die UNO sich insbesondere für die Freilassung Jugendlicher, die zu Unrecht ohne Rechtssprechung verurteilt wurden, einsetzt. …
Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die internationale Politik die Einhaltung der Menschenrechtskonventionen überwachen muss und das immense Unrecht, das tagtäglich begangen wird, nicht ignoriert. Deshalb appellieren wir an Sie, dass Sie Ihren Einfluss bei den maßgeblichen Stellen geltend machen, damit der vielbeschworene Grundsatz, Kinder seien die Zukunft, nicht nur eine hohle Phrase bleibt.“
Gleichzeitig richteten Schülerinnen der Fichtenberg-Oberschule ein Schreiben an die Tageszeitung taz in Berlin, mit der Bitte, dass die Berichterstattung sich mehr mit den Menschenrechtsverletzungen im Iran befassen sollte. In dem Brief heißt es u.a.:
„Im Rahmen von Projekttagen sind wir auf das Thema Menschenrechte im Iran gestoßen. … Dies hat uns zutiefst erschüttert und uns veranlasst, diese schrecklichen Verhältnisse publik zu machen. Uns ist aufgefallen, dass wir zu wenig in den Zeitungen über diese unmenschlichen Zustände erfahren. Deshalb bitten wir Sie hiermit, sich dieses Themas anzunehmen und es öffentlich zu machen! …
Für uns war am erschreckendsten zu sehen, dass im Iran Jugendliche in unserem Alter in Todesangst leben müssen und den Grausamkeiten eines diktatorischen Staates hilflos ausgesetzt sind, während wir uns frei entfalten können. Vor allem sind wir als Mädchen darüber erschüttert, wie andere junge Frauen diskriminiert werden.“
Der Menschenrechtsverein dankt der Fichtenberg-Oberschule, insbesondere Frau Luise Semke und den Schülerinnen des Projektteams, dass wir dieses gelungene Projekt gemeinsam machen konnten!