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Öffentlichkeitsarbeit beim Berliner Friedenslauf und beim Berliner Firmenlauf 2009 mit Petition: Aufruf zur Hilfe für die Opfer der Massenverhaftungen im Iran
Am 3. Juli 2009 fanden in Berlin der 4. Berliner Friedenslauf und der 8. Berliner Firmenlauf statt. Beim Friedenslauf hatten Kinder und Jugendliche aus Berliner Schulen die Möglichkeit, sich für den Frieden in der Welt stark zu machen und so ein sichtbares Zeichen gegen Krieg und Gewalt zu setzen. Zum diesjährigen Friedenslauf waren über 1100 Läufer und Läuferinnen auf der Straße des 17. Juni zusammen gekommen.

Eröffnet wurde der 4. Berliner Friedenslauf von Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit. „Ich bin begeistert davon, dass sich heute so viele Berliner Schülerinnen und Schüler für den Zivilen Friedensdienst einsetzen. Die Menschen, die sich in den Projekten für Frieden und Versöhnung engagieren, wissen euren Einsatz zu schätzen. Dafür danke ich euch herzlich“, sagte die Schirmfrau in ihrem Grußwort.

Kooperationspartner des Friedenslaufs ist der Berliner Firmenlauf, der am Nachmittag des 3. Juli 2009 zum 8. Mal ausgetragen wurde. Beide Lauf-Events brachten es in diesem Jahr auf ca. 11000 Teilnehmer.

Der Menschenrechtsverein hat mit einem Informationsstand auf der Straße des 17. Juni an diesen Veranstaltungen mitgewirkt. Dabei informierten Ehrenamtliche des Vereins über die aktuelle Menschenrechtslage im Iran. Nach den Massendemonstrationen für Freiheit und Demokratie im Iran begann das Regime im Juni damit, die Protestbewegung mit aller Gewalt niederzuschlagen. Es gab immer mehr tote und verletzte Demonstranten, gleichzeitig fanden Massenverhaftungen statt. Die Gewalt gegen Demonstranten und die Verhaftungen von Regimegegnern dauern an.

Mitarbeiter des Menschenrechtsvereins stellten am 3. Juli in Berlin die Kampagne „Hilferuf aus dem Iran“ vor, mit der Opfern der Repression im Iran geholfen wird. Sie sammelten auch Unterschriften unter eine Petition, die die Menschenrechtsbeauftragten von Regierungen, Parlamenten und der UNO auffordert, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, damit:
• die Gewaltakte gegen Demonstranten und die Verhaftungen von Regimegegnern sofort beendet werden
• alle Festgenommenen sofort und bedingungslos freigelassen werden
• alle Inhaftierten vor Folter und anderer Misshandlung geschützt werden und Zugang zu ihren Familien, Anwälten und nötiger medizinischer Versorgung erhalten.

Anhand von Bild- und Textmaterial hat der Menschenrechtsverein beim Berliner Friedenslauf und beim Berliner Firmenlauf über verschiedene Aspekte der Menschenrechtsverletzungen im Iran informiert, darunter über Todesstrafe und Hinrichtungen, insbesondere auch über die Todesurteile gegen Minderjährige.
Das Interesse der Teilnehmer der Veranstaltungen war groß, insbesondere da viele in den Medien die Ereignisse im Iran mitverfolgt hatten. Viele brachten ihre Solidarität mit den Opfern der Repression im Iran zum Ausdruck. Auch die Schülerinnen und Schüler waren interessiert und besonders betroffen über die Lage der Jugendlichen im Iran.
Wir bedanken uns bei den Helferinnen und Helfern des Friedenslaufs und des Firmenlaufs und bei allen, die unsere Menschenrechtsarbeit unterstützt haben.
Unser besonderer Dank gilt dem Organisationsleiter des Firmenlaufs, Stephan Sachs, durch dessen Unterstützung dieses Informationsprojekt ermöglicht wurde.
zur Kampagne „Hilferuf aus dem Iran“
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