Menschenrechtsverein


Sprungmarken

Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
Paris Juni 2011

25. Juli 2009 - Weltweiter Aktionstag für Iran

Mit Kundgebungen haben Tausende Menschen in 80 Städten der Welt für Menschenrechte und gegen die Unterdrückung im Iran demonstriert.

Führende Menschenrechtsorganisationen hatten für Samstag, den 25. Juli 2009, zu einem weltweiten Aktionstag für Menschenrechte und Medienfreiheit im Iran aufgerufen. Dazu gehörten u. a. Amnesty International, Reporter ohne Grenzen und die Schriftstellervereinigung P.E.N. Der Menschenrechtsverein für Migranten hat diesen Aktionstag unterstützt und seine Mitglieder, Freunde und Förderer zur Teilnahme an den Solidaritätskundgebungen aufgerufen. Wir haben u. a. an der zentralen Kundgebung in Berlin mitgewirkt.

 

250708-Berlin-4

 

Weltweit folgten Tausende Menschen dem Aufruf und beteiligten sich an dem Aktionstag. Kundgebungen fanden in mehr als 80 Städten statt, darunter in London, Paris, Rom, Amsterdam, Wien und New York.

Mehrere hundert Menschen forderten in Berlin auf dem Potsdamer Platz die Einhaltung der Menschenrechte im Iran und bekundeten ihre Solidarität mit den Iranerinnen und Iranern. Viele Teilnehmer waren in schwarz gekleidet und legten weiße Blumen nieder im Gedenken an die im Iran getöteten Demonstranten.

 

250708-Berlin-5

 

Die Kundgebungsteilnehmer in Berlin forderten die iranische Regierung auf, umgehend Medien- und Versammlungsfreiheit herzustellen, die staatlich unterstützte Gewalt und Folter zu beenden und die Verantwortlichen für die Verbrechen der vergangenen Wochen zur Rechenschaft zu ziehen.

"Im Iran werden seit sechs Wochen die grundlegenden Rechte mit Füßen getreten. Die Menschenrechte gehen uns alle an, deshalb zeigen wir Solidarität und machen Druck", sagte Monika Lüke, Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland. Die internationale Staatengemeinschaft - und dazu zähle natürlich auch die Bundesregierung - müsse sich für die Einhaltung der Menschenrechte im Iran mit Nachdruck einsetzen und dürfe es nicht bei Lippenbekenntnissen belassen, forderte Lüke.

 

250708-Berlin-3

 

Gemma Pörzgen, Vorstandsmitglied von Reporter ohne Grenzen, erklärte in ihrem Wortbeitrag: "Ohne Presse- und Meinungsfreiheit bleiben die Opfer der staatlichen Unterdrückung unsichtbar, ohne unabhängige Berichterstatter können die iranischen Machthaber unbeobachtet und ohne Kontrolle weiter die Menschenrechte verletzen. Wir fordern die Führung in Teheran auf, unabhängige Journalisten in ihrer Arbeit nicht mehr zu beschränken und auch Journalisten aus dem Ausland einreisen zu lassen."

"Die Unterdrückung einer gewaltlosen demokratischen Opposition, die sich gegen Wahlbetrug wehrt, ist keine innere Angelegenheit eines Staates“, so Peter Schneider, Schriftsteller und P.E.N.-Mitglied.

 

250708-Amsterdam

 

Auch in Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg nahmen mehrere hundert Menschen an Aktionen teil und forderten die Freilassung der Iraner, die nach der Wahl im Juni festgenommen wurden und immer noch in Haft sind.

Vor der iranischen Botschaft in London demonstrierten mehr als 500 Menschen. Sie trugen Masken, schwenkten grüne Fahnen und trugen grüne Armbänder - die Farbe der Opposition. In Belfast und Dublin folgten einige hundert Menschen dem Aufruf.

In New York strömten zahlreiche Menschen zum Times Square und folgten damit einem Aufruf der Organisation «United 4 Iran». Auf der Webseite der Veranstalter unterstützten die Hollywood-Schauspieler Sean Penn und Robert Redford sowie Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu die Proteste.

 

250708-Brüssel

 

In Amsterdam rief die iranische Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi die Weltgemeinschaft auf, das Ergebnis der Wahl nicht anzuerkennen. Vor rund 1000 Teilnehmern einer Protestkundgebung forderte sie Neuwahlen unter UN-Beobachtung.

Vor der Place des Nations in Genf versammelten sich rund 250 Angehörige der iranischen Diaspora in der Schweiz. "Shame on you Ahmadinejad" skandierten sie und prangerten Menschenrechtsverstösse des Teheraner Regimes an. Die Demonstranten - darunter viele junge Menschen - hoben Fotos mit dem Konterfei von Neda in die Höhe, der jungen Frau, die im Juni bei den Unruhen im Iran von Regimetruppen erschossen worden war.

 

250708-Paris-2

 

In Paris und Wien versammelten sich jeweils mehrere hundert Demonstranten. Bei dem Protest nahe dem Eiffelturm forderten die Teilnehmer auf Plakaten "Freiheit für den Iran".

Vor der iranischen Botschaft in Rom prangerten rund 200 Studenten das Vorgehen der Staatsmacht im Iran an. Sie verteilten Flugblätter mit den Fotos von verschwundenen und ermordeten iranischen Oppositionellen. Auch in Schweden und in Portugal gab es Proteste.

Der weltweite Aktionstag für Iran war auch von mehreren prominenten österreichischen Autoren unterstützt worden, darunter von Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek.

mehr Informationen

zur Bildergalerie


Weitere Informationen



Hilfsaktion 3400 Menschen in Lebensgefahr: Drohendes Blutbad verhindern!               zur Hilfsaktion

Kampagne-für-Ashraf Die Rettung von vielen Menschenleben hängt in Ashraf von unserem Einsatz ab! weiterlesen

280112-Berlin Internationale Schutzgarantien für Ashraf durchsetzen! Zwangsvertreibung verhindern! weiterlesen

Blutbad an Zivilisten in Ashraf: Mehr als 300 Verletzte brauchen ärztliche Hilfe. Menschen in Ashraf vor Gewalt und Deportation schützen! Bitte unterstützen Sie die Petition!

22. Mai 2010: Der Menschenrechtler Kaveh Ghasemi-Kermanshahi und seine Mutter bei seiner Freilassung aus dem Gefängnis der westiranischen Stadt Kermanshah. Hinrichtungen wurden verhindert, Freilassungen von Gefangenen wurden erreicht. weiterlesen

15.01.2011, Berlin - Informationsveranstaltung zur Menschenrechtslage im Iran Januar 2011: Informationen zur Menschenrechtslage im Iran weiterlesen

19.03.2011: Internationale Iran-Konferenz in Berlin Bürgerproteste für Demokratie im Iran stärken! Menschenrechte verteidigen! weiterlesen

Paris Juni 2011 Weltweit größte Solidaritätsveran-staltung in Paris weiterlesen

011211-Brüssel Exiliraner demonstrieren in Brüssel für den Schutz von Ashraf weiterlesen

101211-Paris Konferenz in Paris ruft zum Schutz von Ashraf auf weiterlesen


Sprungmarken