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16. November 2017

Iran: Weltärztebund fordert sofortige Freilassung des Mediziners Ahmadreza Djalali

Der Weltärztebund hat das Teheraner Regime aufgefordert, das Todesurteil gegen den iranischen Mediziner Dr. Ahmadreza Djalali aufzuheben. Der inhaftierte Arzt sei nichts anders als ein Akademiker, der friedlich seinen Beruf ausgeübt habe. Seine grundlegendsten Menschenrechte seien verletzt worden.

wma-150Der Weltärztebund (World Medical Association, WMA), der 112 nationale Ärzteverbände repräsentiert, hat das Teheraner Regime am 10. November aufgefordert, den Mediziner Dr. Ahmadreza Djalali, der im Oktober im Iran zum Tode verurteilt wurde, sofort und bedingungslos freizulassen. Der mit seiner Familie in Schweden wohnhafte iranische Facharzt für Notfallmedizin wird seit Ende April 2016 unrechtmäßig im Teheraner Evin-Gefängnis festgehalten.

Der Weltärztebund, dem auch die Bundesärztekammer in Berlin angehört, bezeichnete Dr. Djalali als politischen Gefangenen, der seit seiner Verhaftung Einzelhaft und seelischer Folter ausgesetzt gewesen sei.

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In einem Schreiben an die iranische Justiz erklärte der Präsident des Weltärztebundes, Dr. Yoshitake Yokokura (Bild), dass die grundlegendsten Menschenrechte Dr. Djalalis verletzt worden seien. Der inhaftierte Mediziner sei nichts anders als ein Akademiker, der friedlich seinen Beruf ausgeübt habe.

Dr. Yokokura fügte hinzu: „Unseren Quellen zufolge wurde Dr. Djalali nach einem Verfahren zum Tode verurteilt, in dem die grundlegendsten internationalen Standards für einen fairen Prozess in rechtsstaatswidriger Weise missachtet wurden.“ Das Recht auf einen fairen Prozess sei ein internationales Menschenrecht, das durch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte verbrieft wurde und auch vom Iran geachtet werden müsse.

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Ahmadreza Djalali mit seiner Ehefrau und seinen beiden Kindern vor der Inhaftierung.

Der Präsident des Weltärztebundes erklärte seine Besorgnis über die Haftbedingungen von Dr. Djalali und die Foltervorwürfe. Er wies die iranischen Verantwortlichen darauf hin, dass Beweise, die unter Drohungen, Folter oder durch erzwungene „Geständnisse“ erlangt wurden, nicht vor Gericht verwendet werden dürfen, und forderte sie auf, eine unabhängige und effektive Untersuchung über die Vorwürfe durchzuführen. Dr. Djalali müsse Zugang zu einem Anwalt seiner Wahl, zu seiner Familie, zum schwedischen Konsulat und zu qualifizierter medizinischer Versorgung haben.

Der Weltärztebund forderte außerdem die Aufhebung des Todesurteils gegen Dr. Djalali. Die Todesstrafe verstoße gegen das Recht auf Leben. Sie stelle somit die schwerste Verletzung der Menschenrechte dar. Das iranische Regime sollte die Todesstrafe gänzlich abschaffen und alle Todesurteile in Haftstrafen umwandeln.

zur Erklärung des Weltärztebundes

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