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Informationsstand und Unterschriftenaktion: Nein zur Todesstrafe! Schluss mit den Hinrichtungen im Iran!
Das 24. Aachener Weltfest, das am 9. und 10. Juli 2010 im Aachener Welthaus an der Schanz stattfand, stand in diesem Jahr unter dem Motto „Courage zur Kurskorrektur“: Wir brauchen eine Korrektur unseres gesellschaftspolitischen Kurses, um eine gerechtere Welt zu schaffen. Zwei Tage lang bot das Weltfest vielfältige Informationen über entwicklungspolitische Themen, darunter mit Filmvorführungen, Ausstellungen, Vorträgen und Informationsständen. In den Vorträgen ging es u. a. auch um die Verletzungen der Meinungs- und Pressefreiheit im Iran. Für zahlreiche Gruppen aus dem Menschenrechtsbereich war das Weltfest eine Plattform, um sich über die Lage in verschiedenen Ländern auszutauschen.

Der Menschenrechtsverein hat mit einem Informationsstand und einer Unterschriftenaktion am Aachener Weltfest mitgewirkt. Unsere Ehrenamtlichen informierten die Besucherinnen und Besucher über die aktuelle Menschenrechtslage im Iran, insbesondere über die zunehmenden Todesurteile und Hinrichtungen.

Ein Jahr nach dem Beginn der Massenproteste für Freiheit und Demokratie im Iran versucht das Teheraner Regime mit äußerster Brutalität, erneute Proteste zu verhindern. Zunehmende Todesurteile und Hinrichtungen sind Instrumente des Regimeterrors gegen die Bevölkerung. In den iranischen Todeszellen sind auch Gefangene, die als Minderjährige zum Tode verurteilt wurden, was nach dem Völkerrecht verboten ist. Mehreren Frauen und Männern droht die Steinigung zum Tode - eine weltweit geächtete Hinrichtungsmethode grausamster Art.

Der Menschenrechtsverein stellte interessierten Besucherinnen und Besuchern des Weltfestes ausführliches Informationsmaterial zu diesem Thema zur Verfügung und machte darauf aufmerksam, dass dringende internationale Maßnahmen notwendig sind, um weitere Hinrichtungen zu verhindern. Wir engagieren uns in einer internationalen Kampagne für den Stopp aller Hinrichtungen und die Abschaffung der Todesstrafe. Denn die Todesstrafe verletzt das wichtigste Menschenrecht - das Recht auf Leben - und ist die unmenschlichste aller Strafen.

In diesem Sinne haben wir auf dem Aachener Weltfest eine Unterschriftenaktion durchgeführt, die großen Zuspruch fand. Mit dieser Petition rufen wir die Menschenrechtsbeauftragten von Regierungen und Parlamenten und insbesondere die Vereinten Nationen auf, sich im Iran durch wirksamen politischen und wirtschaftlichen Druck für die Einhaltung der Menschenrechte und einen Hinrichtungsstopp einzusetzen.

Wir bedanken uns beim Eine Welt Forum Aachen für die gute Zusammenarbeit und bei allen, die unsere Menschenrechtsarbeit unterstützt haben.
zur Kampagne „Nein zur Todesstrafe“
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