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Unterschriftenaktion - Kampagne gegen Hinrichtungen und Steinigungen im Iran
Am 3. September 2010 fand auf der Straße des 17. Juni in Berlin der 9. Berliner Firmenlauf statt. Zu diesem Lauf-Event kamen rund 7500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen. Der Menschenrechtsverein für Migranten hat mit einem Informationsstand auf der Straße des 17. Juni an dieser Veranstaltung mitgewirkt. Dabei informierten Ehrenamtliche des Vereins über die aktuelle Menschenrechtslage im Iran, insbesondere über die drohenden Hinrichtungen und Steinigungen.

Besonders wurde dabei auf den Fall der 43jährigen Iranerin Sakine Mohammadi-Ashtiani aufmerksam gemacht. Die Mutter zweier Kinder war von einem iranischen Tribunal wegen angeblichen „Ehebruchs“ zum Tod durch Steinigung verurteilt worden. Die Vollstreckung des Urteils konnte im Juli nach Protesten aus aller Welt vorerst verhindert werden. Die drohende Steinigung hat im Iran und im Westen Empörung ausgelöst. Auch Regierungen und Prominente haben gegen die Vollstreckung des grausamen Urteils protestiert. Mit zahlreichen Protestaktionen setzen sich Menschen weltweit für die endgültige Aufhebung des Todesurteils und die Freilassung von Sakine Mohammadi-Ashtiani ein.

Wir haben in Berlin darauf aufmerksam gemacht, dass im Iran mehreren Frauen und Männern die Hinrichtung durch Steinigung droht. Immer wieder werden neue Steinigungsurteile bekannt. Nur eine umfangreiche internationale Protestkampagne wird Wirkung zeigen und das Regime in Teheran zwingen, diese barbarische Art der Bestrafung zu stoppen.

Weiterhin haben wir auf die drohende Hinrichtung von mehreren politischen Gefangenen im Iran hingewiesen. Die meisten der zum Tode verurteilten Regimegegner wurden bei Protestkundgebungen verhaftet. Ihnen droht die Hinrichtung, weil sie sich für Freiheit und Demokratie im Iran oder für die Rechte ihrer Volksgruppen eingesetzt haben.

Unsere Ehrenamtlichen sammelten auch Unterschriften unter eine Petition, mit der wir die Menschenrechtsbeauftragten von Regierungen und Parlamenten sowie die Vereinten Nationen aufrufen, sich im Iran durch wirksamen politischen und wirtschaftlichen Druck für einen Hinrichtungsstopp und die Abschaffung der Todesstrafe einzusetzen.

Wir bedanken uns bei den Helferinnen und Helfern des Firmenlaufs und bei allen, die unsere Menschenrechtsarbeit unterstützt haben. Unser besonderer Dank gilt Stephan Sachs, dem Organisationsleiter des Firmenlaufs, durch dessen Unterstützung dieses Informationsprojekt ermöglicht wurde.
mehr zur Kampagne gegen die Steinigung
Schluss mit den Hinrichtungen im Iran!
