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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
Mai 2010 - Paris: Proteste gegen die Verfolgung von Journalisten im Iran
30. Juni 2011

Iran: Zwei Frauenrechtsaktivistinnen inhaftiert

Reporter ohne Grenzen: Im Iran sind derzeit mindestens 25 Journalisten inhaftiert. Damit ist der Iran nach China und Eritrea das größte Gefängnis für Medienmitarbeiter weltweit.

Mahnaz MohammadiIranischen Menschenrechtlern zufolge wurde die iranische Filmemacherin, Schauspielerin und Frauenrechtlerin Mahnaz Mohammadi (Bild links) am 26. Juni in ihrer Wohnung festgenommen. Verschiedenen Quellen zufolge ist Mohammadi zusammen mit der iranischen Sportjournalistin Maryam Majd in Gewahrsam des Geheimdienstes der Revolutionsgarde.

Mahnaz Mohammadi war schon im Juli 2009 in Haft. Damals wurde sie bei einer Gedenkfeier für die Opfer der Niederschlagung der Proteste gegen das Regime festgenommen. Mohammadis Film Frauen ohne Schatten wurde in mehreren Ländern mit Preisen ausgezeichnet. Sie hat außerdem an dem Film We are half of Iran's Population mitgearbeitet.

Maryam MajdUnterdessen ist die iranische Sportjournalistin und Frauenrechtsaktivistin Mariam Majd weiter in Haft. Die 25Jährige, die von der Frauenfußball-WM in Deutschland berichten wollte, wurde am 16. Juni kurz vor ihrer Abreise in Teheran verhaftet.  Mariam Majd hatte u. a. an der populären Frauenzeitschrift "Zanan" mitgearbeitet, bis diese 2009 vom Teheraner Regime verboten wurde wurde.

In Deutschland löste die Festnahme Empörung aus. Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, verurteilte die Verhaftung als "ein weiteres trauriges Beispiel der Einschüchterung und Verfolgung von Frauenrechtsaktivistinnen durch das iranische Regime". Er forderte am 29. Juni die sofortige Freilassung von Maryam Majd "und aller anderen festgehaltenen Frauenrechtsaktivistinnen" in dem Land.

"Sportberichterstattung ist kein Verbrechen. Maryam Majd wollte lediglich die Mannschaften der Frauenfußball-WM in Deutschland fotografieren. Die Behörden müssen die Journalistin umgehend freilassen", forderten die Vereinigung Reporter ohne Grenzen (ROG/RSF) sowie die deutschen Journalisten-Gewerkschaften dju und DJV. Majd war von der ehemaligen deutschen Nationalspielerin Petra Landers nach Deutschland eingeladen worden, um einen WM-Bildband zu erstellen.

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