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Der Journalist Reza Hoda Saber wurde nach einem Herzanfall nicht medizinisch versorgt sondern weiter misshandelt.
Im Iran ist erneut ein Regimegegner in der Haft zu Tode gekommen. Der Journalist Reza Hoda Saber (Bild) starb am 11. Juni an Herzversagen.
Der 54jährige politische Gefangene hatte am 2. Juni im Teheraner Evin-Gefängis einen Hungerstreik begonnen, um gegen die Ermordung der iranischen Dissidentin Haleh Sahabi zu protestieren. Die Frauenrechtlerin war am 1. Juni bei der Beerdigung ihres Vaters von Regimemilizen angegriffen und geschlagen worden. Sie starb daraufhin an ihren inneren Verletzungen.
Neun Tage nach Beginn des Hungerstreiks erlitt Hoda Saber im Gefängnis einen Herzanfall, der zu spät behandelt wurde. Nach Berichten von Mitgefangenen - darunter bekannte Journalisten, Anwälte und Menschenrechtler - wurde Hoda Saber in der Krankenstation des Gefängnisses nicht medizinisch versorgt sondern vom Wachpersonal beschimpft und verprügelt. Die Einweisung in ein Krankenhaus wurde verzögert, und als sie schließlich erfolgte, kam jede Hilfe zu spät. Nach Angaben der Krankenhaus-Ärzte starb der politische Gefangene, weil nach dem Herzanfall medizinische Hilfe unterlassen und hinausgezögert wurde.
Der regimekritische Journalist Hoda Saber war seit dem Jahre 2000 mehrmals festgenommen und zu Haftstrafen verurteilt worden. Seit August 2010 war er im Teheraner Evin-Gefängnis inhaftiert, davon drei Monate in Isolationshaft.
Die Mitgefangenen Hoda Sabers haben an die Menschenrechtsorganisationen appelliert, sich für die politischen Gefangenen im Iran einzusetzen, die zunehmend Opfer von Folter, Misshandlungen und unterlassener medizinischer Hilfe werden. Auch die britische Regierung hat eine Untersuchung der Umstände des Todes der politischen Gefangenen Hoda Saber und Haleh Sahabi gefordert.