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Mai 2010 - Paris: Proteste gegen die Verfolgung von Journalisten im Iran
06. Juli 2011

Bundestagspräsident fordert Freilassung iranischer Journalistin

Nach Journalistenverbänden setzt sich nun auch Bundestagspräsident Lammert für die Fotojournalistin Maryam Majd ein, die im Iran in Haft ist.

Bundestagspräsident Norbert Lammert hat in einem Brief an den Parlamentspräsidenten Irans die Freilassung der iranischen Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Marjam Majd gefordert. Ihre Festnahme kurz vor einer geplanten Reise zur Fußballweltmeisterschaft der Frauen in Deutschland sei „ebenso überraschend wie unverständlich“ gewesen, schrieb Lammert. Die Festnahme werde in Deutschland „nicht nur als Angriff auf die Freiheit der Medien verstanden, sondern ebenso als eklatanter Verstoß gegen international geschützte Freiheits- und Menschenrechte“.

Maryam Majd

Die Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Marjam Majd ist in Teheran in Haft

Zuvor hatten bereits das Auswärtige Amt, das WM-Organisationskomitee sowie mehrere Journalistenvereinigungen die Freilassung der Fotojournalistin gefordert. Majd war demnach am 16. Juni, dem Tag vor ihrer Abreise nach Deutschland, im Haus ihres Vaters in Teheran festgenommen worden. Sie war für die Frauenfußball-WM akkreditiert, um über das Turnier zu berichten.

Als Grund für die Festnahme gilt, dass Majd in ihrer Heimat über Frauensport berichtet und sich für Frauenrechte engagiert hatte. Ende Juni hatte sich die Chefin des WM-Organisationskomitees (OK), Steffi Jones, dafür stark gemacht, dass die Journalistin frei kommt und zur WM ausreisen darf. "Sowohl als OK-Chefin als auch ganz persönlich stehe ich immer und überall entschieden ein gegen jede Form von Diskriminierung und Unterdrückung", sagte Steffi Jones.

Auch der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) verurteilte das Handeln der iranischen Behörden. "Wir sind empört und protestieren in aller Schärfe gegen die Inhaftierung und fordern die Behörden in Teheran auf, die Journalistin sofort frei- und ausreisen zu lassen. Die Pressefreiheit ist ein hohes Gut, für das wir uns mit allen Kräften entschieden einsetzen", erklärten die Präsidiumsmitglieder Erich Laaser und Hans-Joachim Zwingmann.

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