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In der von der Organisation Reporter ohne Grenzen veröffentlichten Rangliste der Pressefreiheit 2010 belegt der Iran von 178 Ländern den viertletzten Platz.
Mit der am 20. Oktober veröffentlichten Rangliste der Pressefreiheit 2010 prangert die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) Verletzungen der Pressefreiheit weltweit an. Die Rangliste wurde nach einem Vergleich der Situation der Pressefreiheit in 178 Staaten und Regionen erstellt. In die Bewertung wurden Verstöße gegen dieses Menschenrecht im Zeitraum von September 2009 bis August 2010 einbezogen. Die Liste basiert auf einem Fragebogen, den Partner-Organisationen und Korrespondenten von Reporter ohne Grenzen ausgefüllt haben. Außerdem wurden Journalisten, Juristen und Menschenrechtler in den jeweiligen Ländern befragt. Kriterien sind u. a. die gesetzlichen Schutzgarantien für Medienschaffende in den jeweiligen Ländern.
Der Iran gehört mit Platz 175 erneut zu den Schlusslichtern und damit zu den repressivsten Staaten der Welt, wo Zensur, Gewalt und Repressionen nach wie vor zum Alltag vieler kritischer Journalisten gehören. Die systematische Verfolgung von unabhängigen Medienschaffenden und ein vollständiges Fehlen von Nachrichten und Informationen kennzeichnet die Lage in diesen Ländern seit mehreren Jahren. „Wir sehen leider keine Verbesserung in den autoritären Staaten“, so ROG-Generalsekretär Jean-François Julliard. „Wir sind besorgt über den harschen, repressiven Kurs einiger Regierungen von Ländern am unteren Ende des Rankings.“
Im Iran haben die Menschenrechtsverletzungen gegen Journalisten und Blogger und die staatliche Zensur in diesem Jahr ein noch größeres Ausmaß erreicht. Mehr als 200 Medienschaffende sind seit Sommer 2009 aus der Islamischen Republik geflüchtet.
nach Presseberichten
mehr zur Verfolgung von Journalisten und Medienschaffenden im Iran