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Weltweite Trauer und Bestürzung über die Hinrichtung von Behnam Zare (18)
Am 26. August 2008 wurde Behnam Zare im Adelabad-Gefängnis der iranischen Stadt Shiraz hingerichtet. Weder seine Eltern noch sein Anwalt wurden zuvor über den Hinrichtungstermin informiert, obwohl das iranische Recht dies vorschreibt.
Seit fast drei Jahren befand sich Behnam Zare in der Todeszelle. Menschen in vielen Ländern hatten sich für seine Rettung eingesetzt. Seine Hinrichtung löste bei Menschenrechtlern im Iran und weltweit Bestürzung und Trauer aus. Die internationale Staatengemeinschaft wurde aufgefordert, endlich wirksame Maßnahmen zu ergreifen, damit das iranische Regime das „Blutbad an Jugendlichen“ beendet.
Behnam Zare war im November 2005 nach dem fundamentalistischen Vergeltungsgesetz zum Tode verurteilt worden. Ihm wurde zur Last gelegt, im Alter von 15 Jahren ein Tötungsdelikt begangen zu haben. Im April 2005 soll er bei einem Streit einen Mann mit einem Messer am Hals verletzt haben, der später im Krankenhaus verstarb.
Behnam Zare hat immer wieder darauf bestanden, dass der Vorfall von 2005 in Wahrheit ein Unfall gewesen sei. Kurz vor seiner Hinrichtung war ein verzweifelter Aufruf des 18-Jährigen aus dem Gefängnis herausgebracht worden:
«Ich bin Behnam Zare. Ich werde seit drei Jahren im Adel-Abad-Gefängnis in Shiraz festgehalten. Ich bin kein Mörder. Ich bereue alles. Es war nur ein Unfall. Bitte rettet mein Leben! Ich will leben. Ich will frei sein.
Kann mich jemand hören? Kann mir jemand helfen? Das sind die letzten Tage meines Lebens. Jede Minute kann ich hingerichtet werden. Ich will leben. Rettet mich!»
Norwegens Regierung verurteilte die Hinrichtung von acht Männern und einer Frau.
"Anwendung von Folter, hohe Anzahl von Hinrichtungen, gewaltsame Unterdrückung der Frauen und zunehmende Diskriminierung religiöser Minderheiten"
Die Anwältin Nasrin Sotoudeh wurde daran gehindert, einen ihr verliehenen Menschenrechtspreis persönlich entgegenzunehmen.