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Reporter ohne Grenzen befürchtet Verhaftungswelle und schärfere Zensurmaßnahmen
Reporter ohne Grenzen hat die Verhaftung der iranischen Internet-Journalistin Shahnaz Gholami verurteilt. Die Frauenrechtsaktivistin, die sich auch für die Rechte der azarbaidschanischen Minderheit im Iran einsetzt, war am 9. November 2008 in ihrer Teheraner Wohnung festgenommen worden. Seither wird sie an einem unbekannten Ort festgehalten.
Shahnaz Gholami war am 20. September 2008 von einem Revolutionsgericht wegen “Propaganda gegen den Staat” zu sechs Monaten Haft verurteilt worden. Die Verhaftung erfolgte nun, obwohl das Berufungsverfahren noch nicht abgeschlossen ist.
Die Herausgeberin der Internetseite Azar Zan war schon 2007 mehrere Wochen lang in Haft gewesen, weil sie das gewaltsame Vorgehen der Regimepolizei gegen Demonstranten in der iranischen Provinz Azarbaidschan kritisiert hatte. Von 1989 bis 1993 war sie wegen ihrer Gegnerschaft zum fundamentalistischen Regime im Gefängnis von Täbriz inhaftiert gewesen.
Reporter ohne Grenzen befürchtet weitere Repressionsmaßnahmen gegen iranische Internetjournalisten, nachdem das Internet in einer offiziellen Verlautbarung der Revolutionsgarden Mitte November als „Instrument der Subversion“ bezeichnet wurde und die iranischen Behörden die Überprüfung und Filterung von „fünf Millionen Webseiten“ angekündigt haben.
nach Pressemeldungen
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