Menschenrechtsverein


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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
Aktuelles-500
22. Juni 2018

Iran: Verfolgung von regimekritischen Studenten

Repression nach Bürgerprotesten gegen das Regime: Erneut wurden Studenten wegen ihrer Teilnahme an friedlichen Protestkundgebungen zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

Berichten von Menschenrechtlern zufolge sind im Iran weitere Studenten, die an Bürgerprotesten gegen die Diktatur teilgenommen haben, zu hohen Haftstrafen verurteilt worden.

Studenten-Haft-400

In Teheran wurden die Studenten Ali Mozaffari (Bild Mitte) und Sina Omran (Bild rechts) am 11. Juni von einem Revolutionsgericht zu jeweils acht Jahren Haft verurteilt. Darüber hinaus wurden sie mit einem zweijährigen Ausreiseverbot bestraft. Die Studenten wurden wegen angeblicher „Gefährdung der Staatssicherheit“ und „Propaganda gegen das Regime“ verurteilt, weil sie Ende Dezember 2017 in Teheran an friedlichen Studentenprotesten gegen die Politik des Regimes teilgenommen hatten.

Ali Mozaffari und Sina Omran, die an der Universität Teheran Anthropologie bzw. Germanistik studieren, wurden Ende Dezember bei Studentenprotesten festgenommen. Nachdem sie in Isolationshaft festgehalten und ohne Anwesenheit eines Rechtsbeistandes verhört worden waren, wurden sie schließlich gegen Hinterlegung von Kautionen vorläufig auf freien Fuß gesetzt. Beide haben Berufung gegen die Haftstrafe eingelegt.

Unterdessen wurde in der nordiranischen Provinzhauptstadt Babol die 23-jährige Studentin Massoumeh Mohammadi zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Auch sie wurde bei Studentenprotesten zum Jahreswechsel verhaftet und wird weiter im Gefängnis von Babol festgehalten.

0618-Studentenprotest

Universität Teheran, 17.06.2018: Studenten der Fakultät für Sozialwissenschaften protestieren gegen die Haftstrafen, zu denen ihre Kommilitonen verurteilt wurden.

Mit Massenverhaftungen und schweren Bestrafungen versucht das Teheraner Regime, weitere Bürgerproteste zu verhindern. Unter den Festgenommenen sind zahlreiche Studenten, Menschenrechtsaktivisten und Bürgerjournalisten, die im Internet über die Proteste berichtet haben. Bei vielen Verhafteten ist auch Wochen nach ihrer Festnahme weiter unklar, wo sie gefangen gehalten werden. Familienangehörige werden bedroht und eingeschüchtert und erhalten keine Informationen.

Gegen zahlreiche Demonstranten und Menschenrechtsverteidiger wurde Anklage wegen angeblicher „staatsfeindlicher Aktivitäten“ erhoben. Mehrere der Angeklagten wurden bereits von Revolutionsgerichten zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

Als Reaktion auf die zunehmenden Bürgerproteste verschärft das Regime die Verfolgung von bekannten Menschenrechtsverteidigern und verschlimmert die ohnehin grausamen Haftbedingungen der politischen Gefangenen.

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16. August 2019

Iran: Regimekritische Journalisten Opfer von Verfolgung und Repressalien

Der Iran gehört zu den Ländern, wo die Presse- und Informationsfreiheit am schlimmsten verletzt wird. Unter dem Vorwand der nationalen Sicherheit werden Journalisten verfolgt, um eine unabhängige Berichterstattung über die Vorgänge im Land zu verhindern.

14. August 2019

Proteste im Iran: Lehrer fordern die Freilassung inhaftierter Kollegen

In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche regimekritische Lehrerinnen und Lehrer im Iran verhaftet, wegen angeblicher "Gefährdung der Staatssicherheit" angeklagt und zu Haftstrafen verurteilt.

12. August 2019

Iran: Umweltschützer protestieren gegen unrechtmäßige Gefangenschaft

Im Iran werden friedliche Umweltschützer seit über 550 Tagen zu Unrecht im Teheraner Evin-Gefängnis festgehalten. Allein wegen ihres Engagements für den Umweltschutz im Iran drohen ihnen die Todesstrafe oder langjährige Haftstrafen. Mit einem Hungerstreik protestieren sie für ihre Freilassung.


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