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Weltweit verurteilen Menschenrechtler die erneute Hinrichtung einer Frau im Iran
Nach acht Jahren Haft wurde die 41jährige Shahla Jahed am 1. Dezember im Teheraner Evin-Gefängnis durch den Strang hingerichtet. Das einzige Beweismittel, das zu ihrer Verurteilung zum Tode führte, war ein durch Folter erzwungenes Geständnis. Menschenrechtsorganisationen, die sich bis zuletzt um die Rettung von Shahla Jahed bemüht hatten, verurteilten die Hinrichtung als barbarischen Akt, mit dem das Teheraner Regime erneut seine Frauenfeindlichkeit und Verachtung für die Menschenrechte demonstrierte.
„Die Hinrichtung von Shahla Jahed ist ein Beispiel für einen vorsätzlichen und kaltblütigen staatlichen Mord. Sie ist besonders bestürzend, da ernsthafte Zweifel an der Rechtmäßigkeit ihres Gerichtsprozesses und der verwendeten Beweismittel bestehen“, so erklärte Malcolm Smart, der bei Amnesty International für den Mittleren Osten zuständig ist. „Die Todesstrafe stellt die extremste Form von grausamer, unmenschlicher und erniedrigender Strafe dar“.

In der öffentlichen Gerichtsverhandlung widerrief Shahla Jahed ihr
durch Folter erzwungenes Geständnis und beteuerte immer wieder ihre
Unschuld.
Bestürzung und Trauer im Iran
Auch im Iran rief die Hinrichtung von Shahla Jahed Bestützung und Trauer hervor. Dort hatten sich Frauenrechtlerinnen und Menschenrechtler seit Jahren für die Umwandlung der Todesstrafe und die Freilassung der Gefangenen eingesetzt. Iranische Menschenrechtler wiesen darauf hin, dass Gewalt gegen Frauen dem Regime als Mittel zur brutalen Machtdemonstration dient. Sie erklärten:
„Shahla Jahed ist ein Opfer eines frauenfeindlichen Regimes. Sie hatte nie ein faires Gerichtsverfahren und beteuerte immer wieder ihre Unschuld. Unsere Gedanken sind bei Shahlas Familie und bei den vielen Menschen auf der ganzen Welt, die sich in den letzten Jahren für ihre Rettung eingesetzt haben. Nach Shahlas Hinrichtung werden wir noch härter für die endgültige Abschaffung der Todesstrafe arbeiten! Die Weltgemeinschaft muss in Sachen Menschenrechte weiter Druck auf das Teheraner Regime ausüben.“
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